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Farb-Attacke auf Wohnhaus von Fürther Antifaschisten

 
Die Täter warfen mit blauer Farbe gefüllte Gegenstände auf die Hauswand  © Timo Müller
Die Täter warfen mit blauer Farbe gefüllte Gegenstände auf die Hauswand © Jonas Miller

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist das  Haus einer Fürther Familie beschmiert worden, die sich gegen Rassismus engagiert. Seit Jahren beschädigen Neonazis das Eigentum von fränkischen Nazigegnern. Bislang konnte noch kein Täter dingfest gemacht werden.

„Nachdem sich die Familie an Aktionen des Fürther Bündnisses gegen Rechtextremismus und Rassismus beteiligt, sich immer gegen Nazis und Rassisten stellt, liegt es nahe, dass der Anschlag von Neonazis begangen wurde“, schreibt das Fürther Bündnis gegen Rechts in einer Pressemitteilung. Schon im Mai 2012 wurde der politisch aktiven Familie ein Tierkadaver in den Briefkasten gesteckt, die Antifaschistische Linke Fürth ging damals von einer rechtsmotivierten Tat aus.

In Bayern, vornehmlich in der Region Mittelfranken, kommt es immer wieder zu Anschlägen auf das Eigentum von Antifaschisten, auf Gewerkschaftsbüros und linke Treffpunkte. In Fürth entstand in den vergangenen Jahren bislang ein Sachschaden von über 40.000 € durch Neonazigewalt. Die Polizei konnte bislang noch keinen Ermittlungserfolg verbuchen und tappt weiterhin im Dunkeln. Ruth Brenner, Sprecherin vom Fürther Bündnis gegen Rechts fordert in ihrer Erklärung die zuständigen Behörden auf, „alles zu tun um diese Straftaten aufzuklären, damit sich auch Antifaschisten endlich sicher fühlen können in der angeblich sichersten Großstadt Bayerns“.

Hinter den Anschlägen werden seit Jahren Aktivisten der konspirativ arbeitenden „Anti-Antifa Nürnberg“ vermutet. Die Gruppe setzt sich aus führenden Aktivisten der verbotenen Kameradschaft „Freies Netz Süd“(FNS) zusammen, die sich jetzt in der neonazistischen Kleinstpartei „Der dritte Weg“ formiert haben.

5 Kommentare

  1.   Irmela Mensah-Schramm

    Wenn man dann in den Kommentarspalten ließt, dass so mancher Zeitgeist Menschen “Aus dem Verkehr ziehen wollen, die sich konsequent gegen die widerliche “Braune Brut” engagieren, so empfindet man diese Farbattacke ein deutliches Zeichen dafür, dass wir Antfaschisten noch enger zusammen rücken müssen.


  2. Na da haben sich ja anscheinend die richtigen gefunden… Schon bemerkenswert, wie sich sogenannte Anti-Faschisten und Faschisten in der Wahl ihrer Mittel ähneln.

  3.   Helmut Frei

    zoon politicon
    Was meinen Sie denn konkret?
    Vielleicht lesen Sie mal diesen Artikel hier:
    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2013/01/25/anti-antifa-nurnberg-bedrohungen-angriffe-anschlage_11186
    Darin finden Sie nur eine kleine Aufzählung der Bedrohungen und Sachbeschädigungen die von den Neonazis der “Anti-Antifa” begangen wurden.
    Und dann nennen Sie mal die Anschläge, die von Antifaschisten in Fürth gegen Nazis begangen wurden. Na? Also, sehen Sie: 0,0!
    Die Polizei ist völlig hilf-, und orientierungslos. Kein einziger Straftatbestand wurde aufgeklärt. Der Staat kann Demokraten, die sich wehrhaft gegen Antidemokraten wie diesen Neonazis einsetzen, nicht beschützen. Der VS schielt lediglich nach “links” und ist auf dem rechten Auge blind – historisch gewachsen natürlich. Er hat diesen Namen nicht verdient. Da sind die “Gutmenschen” wirksamere Verfassungsschützer! Es würde mich nicht wundern, wenn irgendwer diesen Nazis und Kriminellen, deren Wut sich vielleicht im Knast aufstaute, und in der Freiheit nun zu entladen scheint, mal die Luft rauslassen würde.


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  5. @ Irmela Mensah-Schramm: Meine vollste Zustimmung.
    Auch für Ihr bemerkenswertes Lebenswerk.