„Firewall“ gegen Nazis in Schwaben

„Entschlossen - Solidarisch“ auf Demo gegen Brandstiftung an Asyl-UK in Kaufbeuren
„Entschlossen – Solidarisch“ auf Demo gegen Brandstiftung an Asyl-UK in Kaufbeuren

Der Verfassungsschutz will über die extreme Rechte aufklären. Dabei liegt er häufig daneben – und mit ihm die Medien, die dessen Darstellung ungeprüft übernehmen. Oft sind es antifaschistische Initativen, die dagegen halten. Dafür wurde eine als „wichtige Firewall“ in Schwaben „gegen rechtspopulistische und faschistische Tendenzen“ ausgezeichnet . Weiter„„Firewall“ gegen Nazis in Schwaben“

 

AfD-Landeschef in fragwürdiger Gesellschaft

Bystron, Bals und Rick W. vor dem Eine-Welt-Haus © Robert Andreasch, Aida Archiv
Bystron, Bals und Rick W. vor dem Eine-Welt-Haus © Robert Andreasch, Aida Archiv

Am 29. Juni erschien der bayerische Landesvorsitzende Petr Bystron vor dem Eine-Welt-Haus in München, um einen kritischen Vortrag über seine Partei zu verfolgen. Ihm wurde der Zutritt verwehrt. Einem Neonazi und einem weiteren Vertreter der extremen militanten Rechten ebenfalls. Bystron lud die beiden auf ein Bier ein. Weiter„AfD-Landeschef in fragwürdiger Gesellschaft“

 

Dritte Brandstiftung bei Asylsuchenden in Kaufbeuren

15.7.16: Kaufbeuren-Neugablonz: Solidemo nach Brandstiftung (© S. Lipp)
15.7.16: Kaufbeuren-Neugablonz: Solidemo nach Brandstiftung © S. Lipp

In der Nacht zum 14.7. wurde im Keller eines Hauses, in dem Asylsuchende untergebracht sind, ein Feuer entfacht. In Kaufbeuren-Neugablonz ist das die dritte Brandstiftung zum Nachteil Geflüchteter in diesem Jahr. Zwei Dutzend Menschen zeigten ihre Solidarität. Weiter„Dritte Brandstiftung bei Asylsuchenden in Kaufbeuren“

 

„Voice of Anger“: Neues Clubhaus für Nazi-Kameradschaft

7.7.16: „Voice of Anger“ wird zur „Gartenschenke“ geführt ©S. Lipp
„Voice of Anger“ wird zur „Gartenschänke“ geführt © S. Lipp

Seit einiger Zeit verdichteten sich die Hinweise, dass der Nazi-Kameradschaft „Voice of Anger“ ein neues Clubhaus zur Verfügung steht. Eine spontane Kundgebung am Donnerstag erwischte die Neonazis dort beim gucken des letzten Spiels der National-Elf – und bestätigte den Verdacht. Glaubt man dem bayerischen Verfassungsschutz, stellen „gemeinsame Freizeitgestaltung“ und Konzertbesuche den Mittelpunkt der Aktivitäten der Vereinigung dar. Tatsächlich stellt dies eine Verharmlosung der immerhin größten Nazi-Skinhead-Gruppe Bayerns dar. Weiter„„Voice of Anger“: Neues Clubhaus für Nazi-Kameradschaft“

 

„Allgida“: Alter Wein wird Essig

Demo gegen „Allgida“ am 2.7.16 in Kempten © S. Lipp
Demo gegen „Allgida“ am 2.7.16 in Kempten © S. Lipp

An den großspurigen Ankündigungen der beiden Allgäuer Pegida-Ableger, diverse Neonazigruppen vergangenen Samstag nach Kempten zu schaffen, scheiterten diese zum wiederholten Mal. Aus der Demonstration „Deutsche zu erst Asyl flut stopen“ wurde nichts, Störaktionen gegen die vermeintlich „schwer bewaffnet“ mit „Rohrbomben“ marodierend durch Kempten ziehende Demonstration „Allgida? Nein danke – Kein Platz für Rassismus“ blieben aus. Stattdessen zeigten 300 lautstark Flagge gegen rechte Hetze. Die Hetzer indes bereiten sich auf ihren nächsten Flop vor – nur diesmal auf noch höherem Niveau. Weiter„„Allgida“: Alter Wein wird Essig“

 

800 gegen 25: Neonazis blamieren sich in Zirndorf

"Zirndorf heißt willkommen" - Das Motto der Gegner © Jonas Miller
„Zirndorf heißt willkommen“ – Das Motto der Gegner © Jonas Miller

Die rechtsextreme Initiative „Franken wehrt sich“ demonstrierte am Samstagnachmittag im mittelfränkischen Zirndorf (Lkr. Fürth). Bei strömenden Regen marschierten lediglich 25 Neonazis zu einer Unterkunft für Asylbewerber, rund 800 Demonstranten hielten lautstark dagegen. Weiter„800 gegen 25: Neonazis blamieren sich in Zirndorf“

 

„Allgida“ reloaded?

„Allgida“: Neonazis demonstrieren in Obergünzburg
„Allgida“: Neonazis demonstrieren in Obergünzburg

Beim ersten Versuch der Etablierung eines Pegida-Ablegers im Allgäu entpuppte sich „Allgida“ dank antifaschistischer Intervention Anfang des Jahres als Rohrkrepierer. Beim zweiten Versuch durch einen selbstständigen Tätowierer als selbsernannter „Division Kempten – Nationaler Widerstand“ war das nicht einmal nötig: Das Projekt „Allgida Kempten“ scheiterte an sich selbst und sagte die geplante Versammlung am 2.7. ab. Nazigegner mobilisieren trotzdem weiterhin zur Demonstration „Kein Platz für Rassimus“ an diesem Tag. Nun wollen es die Initiatoren der ersten „Allgida“ nochmal wissen und locken ihr Klientel zu Störaktionen – und kolportieren „schwere Unruhen“ durch gewaltbereite Nazigegner „mit Rohrbomben oder Schusswaffen“. Weiter„„Allgida“ reloaded?“

 

„Sonnwendfeier“ in Scheune fliegt auf

NPD-„Sonnwendfeier“ am 18.6.16 in Tiefenbach © S. Lipp
NPD-„Sonnwendfeier“ am 18.6.16 in Tiefenbach

Wie im letzten Jahr veranstaltete der Kreisverband Neu-Ulm/Günzburg der NPD am 18.6. sein Sommerfest in einer Scheune bei Illertissen. Trotz aller Konspirativität – die Gäste wurden über einen Schleusungspunkt an der Autobahn zur Veranstaltung geleitet – gelang es den über 50 Neonazis nicht unentdeckt zu bleiben. Weiter„„Sonnwendfeier“ in Scheune fliegt auf“

 

Protest gegen die AfD – „für ein weltoffenes Allgäu“

Proteste gegen AfD in Lindberg am 13.7.2016
Proteste gegen AfD in Lindberg am 13.6.2016

Mit etwa 300 Besuchern konnten AfD-Bundessprecherin Frauke Petry und Landeschef Petr Bystron im Löwensaal der Stadt Lindenberg im Allgäu weniger Gäste als erwartet begeistern. Dafür zogen sie bei weitem mehr Gegner als erwartet an. Etwa 700 Personen trafen sich zu Kundgebung, Demonstration und Blockadeversuchen. Weiter„Protest gegen die AfD – „für ein weltoffenes Allgäu““

 

„Leipzig aufräumen, befreien von Asylanten und Antifa“

„Oldschool Society“ (OSS) Gruppenphoto
„Oldschool Society“ (OSS) Gruppenfoto (Screenshot)

Am 1. Juni, dem 4. Tag im Prozess gegen die mutmaßliche terroristische Vereinigung „Oldschool Society“ wurde die Beweisaufnahme eröffnet. Der „Präsident“ der Gruppe wollte zunächst nicht weiter aussagen. Sattdessen wurden Erkenntnisse der Verfassungsschutzämter durch den Staatsschutzsenat des OLG München eingeführt. Daraus geht hervor, dass die Gruppe aus mehr als den Angeklagten bestanden haben muss. Offenbar sitzt nicht einmal die gesamte Führungsriege auf der Anklagebank. So etwa der „Sprengmeister“ der Gruppe, Kevin L. Ein Gespräch zwischen ihm und der Angeklagten Denise Vanessa G. lieferte dem Bundesamt für Verfassungsschutz entscheidende Hinweise für tatsächliches Verüben von Anschlägen – kurz darauf soll er ausgestiegen sein. Weiter„„Leipzig aufräumen, befreien von Asylanten und Antifa““