Wird Neonazi Thorsten Heise neuer NPD-Vorsitzender?

Die NPD-Landeschefs Uwe Meenen (Berlin) und Thorsten Heise (Thüringen) auf einem rechten Aufmarsch in Berlin 2016 © Matthias Zickrow www.mzphoto.org

Am Wochenende droht der NPD beim Bundesparteitag in Saarbrücken ein Machtkampf. Hardliner in der Partei wollen – gestärkt nach dem gescheiterten Verbot in Karlsruhe – eine Richtungswahl forcieren und fordern nach den letzten desaströsen Wahlergebnissen eine Radikalisierung der NPD – nicht nur inhaltlich, auch personell. Ihr Kandidat dafür ist der langjährige Neonazi Thorsten Heise. Weiter„Wird Neonazi Thorsten Heise neuer NPD-Vorsitzender?“

 

Razzia bei militanter Nazigruppe in Niedersachsen und Thüringen

Beschlagnahmte Waffen der Neonazigruppe © Polizei Göttingen

Am 28.02.17 durchsuchten Sondereinheiten der Göttinger Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft sechs Räumlichkeiten von Neonazis aus dem Umfeld des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ (FKTN). Durchsucht wurden Objekte in Reckershausen, Adelebsen, Reinhausen und im Thüringschen Fretterode. Mehr als Hundert Beamte waren im Einsatz. Weiter„Razzia bei militanter Nazigruppe in Niedersachsen und Thüringen“

 

Bündnis gegen Rechts muss Polizei bei Suche nach Nazi-Gewalttäter helfen

Ganz rechtsaußen – Neonazi Pierre B. bei einem Aufmarsch am 1. Mai 2016 in Erfurt.

Am 1. Mai 2016 soll ein Neonazi bei einem Aufmarsch in Erfurt einem Polizeibeamten ins Gesicht geschlagen und eine Flasche geworfen haben. Rund acht Monate später veröffentlichte jetzt die Landespolizeiinspektion Erfurt Fotos des mutmaßlichen Täters und fragt „Wer kennt diesen Mann?“. Dabei handelt es sich bei dem „Unbekannten“ um einen gerichtsbekannten Neonazi aus Brauschweig. Weiter„Bündnis gegen Rechts muss Polizei bei Suche nach Nazi-Gewalttäter helfen“

 

Die NPD will „Anwalt des kleinen Mannes“ sein

Auch Udo Pastörs (ganz weit rechts) konnte den Abstieg der NPD nicht aufhalten, jetzt versucht sich Frank Franz (links) | © Jan Peters/dpa
Auch Udo Pastörs (ganz weit rechts) konnte den Abstieg der NPD nicht aufhalten, jetzt versucht sich Frank Franz (links) | © Jan Peters/dpa

Die letzten Monate sind durch Niederlagen und den Abstieg der NPD in die politische Bedeutungslosigkeit gekennzeichnet. Die Partei diskutiert in Erwartung einer Entscheidung im Verbotsverfahren bereits die zukünftige strategische Ausrichtung. Im Kern geht es um die „soziale Frage“ und die „kommunale Verankerung“. Weiter„Die NPD will „Anwalt des kleinen Mannes“ sein“

 

Szene-Streit: Militante Neonazis mobilisieren zum 1. Mai 2017 nach Halle/Saale

Der neonazistische "Schwarze Block", Symbolbild
Der neonazistische „Schwarze Block“, Symbolbild

Nach den schweren Ausschreitungen am 1. Mai 2016 in Plauen gibt es innerhalb der Neonazi-Szene Auseinandersetzungen über das Auftreten bei Demonstrationen. Die Folge: Der neonazistische „Schwarze Block“ hat sich mit der Kader-Partei „III. Weg“ überworfen und mobilisiert für den 1. Mai 2017 nach Halle und nicht nach Gera. Weiter„Szene-Streit: Militante Neonazis mobilisieren zum 1. Mai 2017 nach Halle/Saale“

 

Neonazi-Band ruft zum Mord gegen Politikerin und ihre Familie auf

Symbolbild: Waffen und gewaltaufrufe sind keine Seltenheit bei Neonazis © Neumann
Symbolbild: Waffen und Gewaltaufrufe sind keine Seltenheit bei Neonazis © Neumann

Im Netz kursiert ein Album der Schweizer Band „Erschießungskommando“, in dem die Linken-Politikerin Katharina König und ihr Vater, der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König, mit dem Tod bedroht werden. Insider vermuten Kontakte der Band nach Thüringen. Weiter„Neonazi-Band ruft zum Mord gegen Politikerin und ihre Familie auf“

 

5.000 Neonazis feiern ungestört in der Schweiz

5000 Neonazis feiern ungestört in der Schweiz
Hitlergruß und Nazimusik unter den Augen der Polizei

Tausende Neonazis feierten am Wochenende bei einem konspirativ organisierten Konzert in dem Schweizer Städtchen Unterwasser im Toggenburg. Die Polizei war vor Ort, griff aber nicht ein. Anwohner und Politiker sind entsetzt. Die Spur der Veranstalter führt nach Deutschland. Weiter„5.000 Neonazis feiern ungestört in der Schweiz“

 

Welle rassistischer Gewalt in Thüringen

Welle rassistischer Gewalt in Thüringen
Neonazi Patrick Schröder bei einem Rechtsrock Openair 2013 in Kahla © Felix M. Steiner

Am Montagabend fand in Neustadt an der Orla in Thüringen eine Solidaritätsdemonstration für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt statt. Unter dem Motto „Den rassistischen Normalzustand brechen“ zogen 70 Menschen durch die thüringische Kleinstadt.
Grundlage der Demonstration waren zwei Angriffe auf Geflüchtete. Eine Woche zuvor, am 13.09., sind zwei Geflüchtete aus Tschetschenien und Somalia vor einem Supermarkt von mehreren Neonazis rassistisch beleidigt und kurz darauf angegriffen worden. Politiker und Opferberatungsstellen kritisieren jetzt das Verhalten der Polizei. Weiter„Welle rassistischer Gewalt in Thüringen“

 

Freies Radio wehrt sich gegen NPD-Klage

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Logo des Rundfunkpreises 2016; Screenshot Thüringer Landesmedienanstalt

Mit einer Unterlassungsaufforderung versucht der Thüringer NPD-Landesvorsitzende Tobias Kammler seinen Namen aus einer Reportage des Erfurter Senders „Radio F.R.E.I.“ streichen zu lassen. Mit der Verleihung eines Hörfunkpreises für eben diesen Beitrag erhielt der Sender jetzt offiziellen Rückenwind. Weiter„Freies Radio wehrt sich gegen NPD-Klage“

 

Ein Tag „National befreite Zone“

Konzertbesucher mit "Hakenkreuz"-T-Shirt © Sven Peter
Konzertbesucher mit „Hakenkreuz“-T-Shirt © Sven Peter

900 Anwohner, 450 feiernde Neonazis. Die Bürger im Thüringischen Kirchheim mussten am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie hunderte Rechtsextreme aus ganz Deutschland ihren Ort für einen Tag zur „National befreiten Zone“ machten. Zu einem Rechtsrockkonzert reisten Neonazis aus ganz Deutschland an. Zivilgesellschaft und Politik kritisieren jetzt Polizei und Verwaltung, die das Openair bis zuletzt geheim hielten. Weiter„Ein Tag „National befreite Zone““