Soul vor dem Siedepunkt

Eine Sternstunde des britischen Sarkasmus, und sie klingt auch noch toll: Der Grammy-Nominierte James Hunter inszeniert sich wie ein Klassiker aus den Sechzigern.

© Daptone/Ruth Ward
© Daptone/Ruth Ward

Dass gerade Briten höchst erfolgreich Rhythm-‘n’-Blues-Klänge nach Amerika zurückexportieren, ist seit den Beatles und den Rolling Stones und zuletzt auch durch Amy Winehouse ein bekanntes Phänomen. Dass aber ausgerechnet ein 50-jähriger Waliser Weiter“Soul vor dem Siedepunkt”

 

Kongo calling

Der Rapper Baloji inszeniert die Zerrissenheit seines afrikanischen Heimatlandes als großes Musiktheater. Seine Kritik an den politischen Umständen im Kongo wogt im Flow.

© Alexander Popelier

In einem seiner Musikvideos springen Maskierte mit Geisterfratzen und aufgemalten Skeletten durch die Straßen von Kinshasa. Nein, Baloji beschönigt nichts. Weiter“Kongo calling”

 

Sexy Düsternisse

Meshell Ndegeocello ist den selbstbestimmten, amerikanischen Soulsängerinnen ein starkes Rollenvorbild. Auf ihrem zehnten Album wirkt sie mit dunkler Kraft.

© Naive

Mit ihrem Debüt Plantation Lullabies rebellierte sie gegen die sexuellen und politischen Verlogenheiten der amerikanischen Gesellschaft. Neun Alben später Weiter“Sexy Düsternisse”

 

Die musikalische Ermächtigung der schwarzen Frau

Trotzig, kraftvoll, zärtlich: Das neue Album der Soulsängerin Jill Scott ist ein wahres “Womanifest”. Sie gibt dem weiblichen Selbstbewusstsein anrührende Töne.

© Warner Music

Jill Scotts The Light Of The Sun könnte gut und gern das Album sein, auf das Amy Winehouses Fans bis zum Schluss vergeblich gewartet haben. Weiter“Die musikalische Ermächtigung der schwarzen Frau”