Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Autoren Archiv von "Zeit der Leser"-Redaktion

Was mein Leben reicher macht

Von 24. April 2014 um 15:00 Uhr

Schon seit mehr als 946 080 000 Sekunden: mein Bruder Hannes.

Nicole Nickel, Erfurt

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Eine Geschichte, die ich auf der Halbinsel Eiderstedt aufgeschnappt habe. Eine Kundin telefoniert mit dem Biobauern: »Wann haben Sie wieder frisches Lammfleisch?« – »Wir schlachten am Montag. Am Dienstag könnten Sie die frische Lammkeule bekommen.« – »Sie würden das Lamm extra schlachten?« – »Ja.« – »Dann kauf ich mein Lammfleisch lieber in Hamburg.«

Susanne Dembsky, Berlin

Zeitsprung: Das Haus des Malers

Von 23. April 2014 um 15:00 Uhr

Der Maler Rolf Dettmann (1915 bis 1992) hatte im Jahr 1980 den Giebel seines Wohnhauses in Kronenburg, Eifel, mit neun Ölbildern geschmückt, diese aber bald wieder abgenommen, weil sie der Witterung nicht standhielten. Als Ersatz wurden Drucke angebracht, die aber seit vielen Jahren völlig verblichen waren. Nach dem Tod von Dettmanns Witwe haben wir das Haus 2012 gekauft, um es als Dettmann-Haus zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Vor der Eröffnung haben wir neue Reproduktionen der noch vorhandenen Originalbilder von Rolf Dettmann am Giebel angebracht. Jetzt leuchtet das Haus wieder wie vor dreißig Jahren.

Hildegard und Peter Igelmund, Ormont

Kategorien: Zeitsprung

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Das wohlige »Mmmh«-Seufzen unserer 15 Monate alten Tochter im Schlaf.

Susanne Kistler, Ulm

Was mein Leben reicher macht

Von 22. April 2014 um 18:00 Uhr

Dass mir meine Frau jeden Tag eine Brezel zum Abendessen kauft.

Michael Suttner, Feldkirchen-Westerham, Oberbayern

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Die Bemerkung meiner bald 98-jährigen Mutter. Sie findet mein neues buntes T-Shirt besonders schön. Und sagt: »Das erbe ich mal von dir, ja?« Ich bin 64.

Gisela Kress, Bramsche

Zoras Wiege

Von um 12:00 Uhr

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Mein Opa war Tischler von Beruf. Daher arbeite ich seit meiner Kindheit gern mit Holz, auch wenn ich einen ganz anderen Weg eingeschlagen habe und Anästhesist wurde. Und dann lernte ich die Frau meines Lebens kennen. Sie förderte all meine lange verschütteten und missachteten Fertigkeiten wieder ans Tageslicht. Als sie mir Anfang letzten Jahres eröffnete, dass sie mir – mit 42 Jahren – ein Kind schenken werde, stand nach einiger Suche außer Frage, dass ich unsere Wunschwiege selber bauen würde. So entstand innerhalb einer Woche »Kellerzeit« dieses Möbelstück. Unsere Tochter vereint auf wundervolle Weise die Generationen: Sie trägt den Namen meiner Oma, schläft in einer Holzwiege, die nur mit dem Vermächtnis meines Opas entstehen konnte, und ihr Rufname hat mit der kroatischen Herkunft meiner Frau zu tun. Unser Glück trägt den Namen Zora Josefa.

Clemens Henze, Ludwigsburg

Kategorien: Selbst gemacht

Was mein Leben reicher macht

Von 21. April 2014 um 18:00 Uhr

Wenn ich in Gedanken mit meiner Freundin wieder langsam und verliebt durch Fünen und Nordschleswig radle. Und nach 44 Jahren jeden Tag aufs Neue erlebe: Ich bin gerade dabei, das Tagebuch unserer Verlobungsreise von 1970 abzuschreiben und zu digitalisieren.

Göran Henrikson, Vintrosa, Schweden

Krökeln: Mein Wort-Schatz

Von um 15:00 Uhr

Erstes Semester in Oldenburg. Wir erkunden die Stadt, sitzen abends im Metro, lernen uns kennen – alle sind gerade erst aus allen möglichen Ecken Deutschlands hierhergezogen. Auf dem Weg zur Toilette entdecke ich eines der Hauptspielgeräte aus Jugendgruppentagen und frage bei meiner Rückkehr begeistert in die Runde: »Kommt jemand mit zum Krökeln?« Fragende Blicke. »Na, da vorn stehen Krökeltische, hat jemand Lust?« Allgemeines Stirngerunzel. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich tatsächlich nicht gewusst, dass Tischfußballspielen außerhalb der Stadtgrenzen von Hannover »kickern« genannt wird. Wir haben an diesem Abend noch diverse andere regional begrenzte Wörter gefunden. Und irgendwann sind wir auch zum Krökeln gegangen.

Mareike Wilms, Hötzum, Niedersachsen

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Die Kritzelei der Woche

Von 20. April 2014 um 15:00 Uhr

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So kann man sich während einer Konferenz an unserer sogenannten Brennpunktschule in den Garten wegträumen.

Gisela Leutloff, Lüdenscheid

Kategorien: Kritzelei der Woche