Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Autoren Archiv von "Zeit der Leser"-Redaktion

Was mein Leben reicher macht

Von 29. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Ein kleiner (koffertauglicher) Drachen, der mir auf Reisen den perfekten Urlaubsbeginn beschert: ankommen, sofort zum Strand rennen, meinen Drachen steigen lassen und die Zeit vergessen.

Waltraud Günther, Glatten, Baden-Württemberg

Was mein Leben reicher macht

Von 28. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Die Hallig Hooge! Nordseewind um die Ohren fegen und den Kopf frei pusten lassen. Barfuß durchs Watt. Das Meer sehen und riechen. Erholung pur!

Martina Heuer, Freiburg

Die Kritzelei der Woche

Von 27. Juli 2014 um 12:00 Uhr

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Ich möchte nicht behaupten, dass mein bildungswissenschaftliches Seminar langweilig wäre, aber wenn da etwa kognitionspsychologische Erklärungen für das Verhältnis von Wissen und Können erörtert werden, gehen meine Gedanken eigene Wege. Mein Hirn enteilt zu den syrischen Flüchtlingen, zur NSA oder zu Angela Merkel, die es immer wieder schafft, die Aufmerksamkeit von den Ereignissen wegzulenken und Dringliches wegzuschieben: Prokrastination an der Spitze der Nation. Und dann muss meine Hand die Gedankensprünge ganz schnell kritzelnd umsetzen…

Dominic Kesenheimer, Heidelberg

Kategorien: Kritzelei der Woche

Quittenduft

Von 26. Juli 2014 um 12:00 Uhr

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Mein Favorit ist ein alter Quittenbaum, und ich bestaune ihn seit gut einem Jahr. So lang arbeite ich nämlich in dem Haus, dessen Vorgarten er ziert. Er ist immer schön, egal, ob er kahl ist, anfängt, zu grünen und zu blühen, ob er seine Früchte trägt oder ob sich das Laub verfärbt. Die Früchte duften und lassen sich in Gelee, Schnaps und Likör verwandeln. Ich habe den Baum schon so oft fotografiert, dass ich etwas schräg angesehen werde im Dorf. Jetzt wird das Haus, vor dem er steht, bald saniert, aber ich passe gut auf ihn auf.

Christina Stettin, Amöneburg, Hessen

Kategorien: Mein Freund

Was mein Leben reicher macht

Von 25. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Augsburg, Freibad an der Schwimmschulstraße, 31 Grad im Schatten. Ein offenkundig blindes Pärchen gehobenen Alters schreitet, eines jeden Schrittes wohl bedacht, durchs Becken. Sie zu ihm: »Schatz, hast du gerade den großen Fisch gesehen?« Er zu ihr: »Liebling, das war kein Fisch, das war ein Hai, lass uns schnell zurück zu unserer Jacht schwimmen.«

Andreas Grüneberg, Friedberg, Bayern

Anverwahrt: Mein Wort-Schatz

Von 24. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Im Nachlass der Künstlerin Henriette Florian habe ich ein an sie gerichtetes Schreiben des österreichischen Geschäftsträgers in Israel vom Dezember 1969 ent- deckt. Dort heißt es: »Wie versprochen, erlaube ich mir, Ihnen anverwahrt noch die Übersetzung von zwei Ihrer Interviews zu übermitteln.« Seither ersetzt dieses wundervolle Wort des vollendeten Diplomaten in meinen E-Mails schnöde Wendungen wie »anbei« oder »beiliegend«.

Andreas Schindl, Wien

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von 23. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Ein kleiner (koffertauglicher) Drachen, der mir auf Reisen den perfekten Urlaubsbeginn beschert: ankommen, sofort zum Strand rennen, meinen Drachen steigen lassen und die Zeit vergessen.

Waltraud Günther, Glatten, Baden-Württemberg

Was mein Leben reicher macht

Von 22. Juli 2014 um 18:00 Uhr

Nach vielen Verzögerungen ist der von mir zusammengestellte Hilfstransport endlich in einem von Flut und Erdrutsch geschun- denen bosnischen Dorf angekommen. Meine bosnische Vertrauensperson hat das Dorf ausgewählt und die etwa hundert Pakete verteilt. Jetzt ruft sie mich an: »Wir haben heute sehr viele Menschen glücklich gemacht!«

Gaby Stöckeler, Meschede

Was mein Leben reicher macht

Von 21. Juli 2014 um 15:00 Uhr

Schäfer Theo, der mir zu jeder Tageszeit geduldig erklärt, wo ich seine 700 Tiere finde, und mich wenn nötig per Telefon durch Wiesen, Felder und Wälder lotst. Und die Schafe selbst, deren Geblöke eine wunderbare Ruhe in mir erzeugt.

Ines Metzler, Aschaffenburg

Was mein Leben reicher macht

Von 20. Juli 2014 um 15:00 Uhr

Mein Freund, der mich auf der Fahrt nach Frankreich im Auto meine Lieblingsplatte in Endlosschleife hören lässt – obwohl sie ihm selbst zu melancholisch ist.

Isabelle Spegel, Böblingen