Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Autoren Archiv von "Zeit der Leser"-Redaktion

Was mein Leben reicher macht

Von 31. Oktober 2014 um 16:00 Uhr

Im Oktober noch mal Sommergefühl zu erleben, wenn die Grashalme beim Radeln über die Wiese die nackten Füße streifen.«

Lisa Botzler, München

Brezzelgeschrabbelz: Mein Wort-Schatz

Von um 14:00 Uhr

Mein Vater, Jahrgang 1903, erzählte mir früher gerne Geschichten aus seiner Jugend in Wermelskirchen. Also: Die Jungens konnten damals, wenn sie hungrig waren, mit ihren Mützen zur Backstube gehen und sich dort vom Bäcker für drei Pfennige Brezzelgeschrabbelz einfüllen lassen, eine Mütze voll. Man hört diesem Wort förmlich an, wie der Bäcker mit ei­nem Metallschaber die knusprigen Reste von einem Blech kratzt, auf dem gerade Brezeln gebacken worden sind.

Peter Haas, Emmendingen

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Donnerstags oder freitags zum Bahnhof Genève ­Cornavin zu gehen und meine Frau abzuholen. Oder auf dem Balkon zu stehen und zu warten, bis die Söhne mit den Freundinnen für ein verlängertes Wo­chenende kommen. 2015 zwei Schwieger­töchter zu bekommen und Opa zu werden.

Uwe Schuhardt, Annemasse, Frankreich

Was mein Leben reicher macht

Von 30. Oktober 2014 um 18:00 Uhr

Meinen 50. Geburtstag mit meiner 100-jährigen Großmutter zu feiern.

Harald Retschitzegger, Wien

Zeitsprung: Der Apfelbaum

Von um 16:00 Uhr

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Im Jahre 1942 – zufällig auch mein Geburtsjahr – verewigte der Maler Eduard Gabelsberger (1861–1950) den schiefen kleinen Apfelbaum in seinem Garten. Es wird erzählt, der Baum habe dort nicht stehen bleiben wollen – wegen Wasseradern oder irgendwelcher Energiefelder. Und weil er mit den Füßen nicht wegkonnte, habe er es mit seiner Krone versucht.
Heute, nach 72 Jahren steht der Baum immer noch an seinem Platz. Oder: Er liegt beinahe. Innen ist er durchgehend hohl, aber er wird umhegt und gepflegt, blüht so manches Jahr und trägt dann köstlich duftende, wohlschmeckende Früchte.
Ich hoffe sehr, er stirbt nicht vor mir!

Frigga Dettmer, Dießen am Ammersee, Oberbayern

Kategorien: Zeitsprung

Die Kritzelei der Woche

Von um 12:00 Uhr

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So sieht mein sechsjähriger Sohn die Welt, wenn ich ihm abends vorlese.

Franziska Haberler, Graz, Österreich

Kategorien: Kritzelei der Woche

Was mein Leben reicher macht

Von um 10:00 Uhr

Trotz aller Vorsätze, auch langjährige Weggefährten verliert man aus den Augen. Nicht so unseren Freund, den Kapitän einer großen Boeing: Er hat uns versprochen, einen Extrastreifen an den Himmel zu zaubern, wann immer er über unser Dorf fliegt. Wir glauben, er schwindelt ein bisschen – im Dienste alter Freundschaft.

Christel und Jaroslav Olejar, Sexau, Baden-Württemberg

Was mein Leben reicher macht

Von 29. Oktober 2014 um 18:00 Uhr

Jahrelang habe ich auf Flohmärkten gestöbert – und endlich die alte Spätzlesmaschine aus Omas Zeiten gefunden.

Benno H. Kutter, Göppingen

Eigen: Mein Wort-Schatz

Von um 16:00 Uhr

Direkt nach meinem Abitur 1942 musste ich als »Pflichtjahrmädchen« in einem Haushalt arbeiten. In der Küche meiner Arbeitgeberin gab es ein Regal für Besen, Teppichklopfer und Schrubber. Als Vorhang vor diesen Utensilien hing ein liebevoll besticktes Tuch. Darauf konnte man lesen: »Willst du eigen sein, halt deine Besen rein!« Ich wollte damals alles andere als »eigen« sein! Aber das Wort ist mir als Kuriosum in Erinnerung geblieben.

Britta Czulius, Erlangen

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von um 14:00 Uhr

Die Spinne, die sich an unserem Wohnwagen häuslich niedergelassen hat und mit uns in den Urlaub gereist ist. Mit Allgäuer Fliegen gut ernährt, hat sie nach 1400 Kilometern wieder ihren Heimatort erreicht.

Peter Hamelmann, Coesfeld