Das ZEITmagazin-Blog

Autoren Archiv von ZEITmagazin

Machen Sie auch Passfotos?

Von 24. April 2014 um 12:00 Uhr

Bildschirmfoto 2012-01-19 um 14.38.22

angel_primate_L1002725

3.2_JETZT_baumjacke

sybill_buck_this_one_110_mb_PRIMATE

L1070919

DJ kunsthaus 02 LARGE

Ob Daniel Josefsohn wohl tatsächlich mal eine Anfrage für ein Passfoto bekam? – Es wäre mit Sicherheit große Kunst geworden. „Machen Sie auch Passfotos“ heißt die neue Ausstellung des Fotografen, die am 24. April im Kunsthaus Jesteburg bei Hamburg eröffnet wird. Auf die Nachfrage, wie es zu diesem Ausstellungstitel kam, gab es eine typische Josefsohn-Antwort: „Es war genauso wie Sigmar Polke sagte: ‘Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!’“
Mit oder ohne Passfotos, Daniel Josefsohn gehört zu den wichtigsten Fotografen der deutschen Gegenwart. In den letzten zwei Jahrzehnten arbeitete er für Magazine wie Art, Monopol, dem SZ-Magazin oder dem ZEITmagazin. Seine Arbeiten bewegen sich dabei im Spannungsfeld zwischen Kunst und kommerzieller Fotografie und zeichnen sich nicht selten durch provokante oder ironische Brüche aus.
Der Mensch Daniel Josefsohn hatte 2012 einen harten Schicksalsschlag zu erleiden. Ein Schlaganfall bremste ihn aus. In seiner Fotokolumne „Am Leben“, die seit Dezember 2013 regelmäßig im ZEITmagazin erscheint, gewährt er Einblicke in sein Leben vor und nach dem Schlaganfall.
Die Ausstellung im Kunsthaus Jesteburg zeigt eine Auswahl seines umfangreichen Werks. Ein markantes, wiederkehrendes Thema ist dabei das Jüdisch-sein heute.

Die Ausstellung „Machen Sie auch Passfotos?“ ist vom 25. April bis zum 7. Juli im Kunsthaus Jesteburg zu sehen.

(c) Daniel Josefsohn

Multifunktionalregal

Von um 10:00 Uhr

HbG_Roel Huisman Shelves vaas en schaal_SCplusV2

Schöner Pragmatismus: Roel Huisman entwirft Wandregale, die zugleich Blumenvasen oder Schüsselchen für Kleinkram sind

(c) Roel Huisman

Kategorien: Allgemein

Page Impressions: Das ZEITmagazin Nr. 18

Von 23. April 2014 um 17:00 Uhr

Kategorien: Allgemein

Atmosphärisch Denken

Von um 15:15 Uhr

Tim_Eitel

Atmosphären sind irgendwo zwischen subjektiver Erfahrung und Umgebungsqualität anzusiedeln. Sie sind allgegenwärtig und doch entziehen sie sich einer konkreten Erscheinungsform. In diesem nebulösen Schwellenraum bewegt sich die Malerei von Tim Eitel, die ab Donnerstag, den 24. April in der Galerie EIGEN + ART in Berlin zu sehen sein wird. Wer sich von den Stimmungsqualitäten der Bilder erfassen lassen will, sollte auf jeden Fall vorbei schauen, denn erst vor den Originalen entfaltet sich die Aura von Eitels Traumlandschaften und entrückten Momentaufnahmen so ganz.

Tim Eitel // Nebel und Sonne ist vom 24. April bis zum 7. Juni 2014 in der Galerie EIGEN + ART in Berlin zu sehen

(c) Jean-Louis Losi

 

Kategorien: Ausstellung, Kunst

Sommerliche Offenheit

Von um 15:00 Uhr

HbG_jk_Ecom-Sp14_1083_ScplusV2

Schlankes Bein auch ohne Absatz, mit den spitzen Schuhen von Jenni Kayne

(c) Jenni Kayne

Kategorien: Allgemein

Das heitere Zitat

Von um 10:00 Uhr

»Ich dachte darüber nach, meine ehe zu beenden, mein konto zu kündigen und meine Band zu verlassen – und zwar alles auf einmal«

Graham Nash tat all das und gründete daraufhin die legendäre Band Crosby, Stills & Nash. Seine Autobiografie »Wild Tales« ist gerade im Edel Verlag erschienen

Kategorien: Allgemein

Im Ikea-Schrank um die Welt

Von 22. April 2014 um 10:00 Uhr

HbG_PA_978-3-10-000395-9_3D_2_SCplusV2

Romain Puértolas war DJ, bevor er seinen sehr lustigen Debütroman schrieb: »Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte« (S. Fischer)

(c) S. Fischer Verlag

Kategorien: Allgemein

60 Jahre Stuhldesign

Von 21. April 2014 um 10:00 Uhr

GRASSI Mudeum für Angewandte Kunst / THONET

Berühmt ist die Firma Thonet für ihre Bauhaus-Freischwinger. Jetzt zeigt das Grassi Museum in Leipzig Thonetstühle der vergangenen 60 Jahre

(c) Thonet GmbH

Kategorien: Allgemein

Sonntagsessen (107)

Von 20. April 2014 um 10:00 Uhr

krautkopf_01Kürbis-Würfelgemüse-Tarte

krautkopf_02Rote Beete Risotto

krautkopf_03Ofengemüse mit Kartoffeln-Sellerie-Püree

krautkopf_04

krautkopf_05Erbsen-Falafel Burger

krautkopf_06

krautkopf_07Kürbistortellini mit Steinchampignons

krautkopf_08Pizza und Olivenbrot

krautkopf_09Rote Beete Eis

krautkopf_10Beeren-Tartelettes

Kann nicht auch Ostern das Fest der Liebe sein? Für Susann und Yannic ganz bestimmt. Das Paar, seit 2006 ineinander verliebt, lebt und arbeitet als Hochzeitsfotografen in Berlin. Gemeinsam betreiben sie ihren Foodblog Krautkopf, der für uns ein Ostermenü zusammengestellt hat. Doch nicht etwa Lamm oder Fisch kommen auf den Tisch. Zur Vorspeise gibt es Rote Beete Risotto mit Haselnüssen gefolgt von Kürbistortellini mit Steinchampignons. Susann und Yannic ernähren sich seit vielen Jahren vegetarisch. Auf Krautkopf zeigen sie ihre leckersten Gerichte auf atemberaubend schönen Fotos, bei deren Anblick sich das Wasser im Munde sammelt. Auch praktisch zum Zucker-Overkill an Ostern: Die Beiden haben Industriezucker aus ihrer Küche verbannt. Stattdessen setzten sie beim Süßen auf Alternativen wie Palmblütenzucker, Apfeldicksaft, Agavendicksaft oder Honig. Wir wünschen ein frohes Osterfest und guten Hunger!

(c) Yannic Schon & Susann Probst

Kategorien: Allgemein

Proust-Fragebogen für Blogger (107)

Von 19. April 2014 um 08:00 Uhr

emma_trappa_monokrom e

Wer sich mit dem Thema Wohnen und Interior-Design auseinandersetzt und dazu noch auf skandinavisches Design steht, kommt an der Schwedin Emma Fexeus nicht vorbei. Die 34-jährige betreibt seit 2005 eines der bekanntesten Design Blogs Skandinaviens. Emmas Designblogg ist eine niemals enden wollende Inspirationsquelle für Ideen rund ums Einrichten, Dekorieren und Selbermachen. Regelmäßig ist sie unter den Top Ten der weltweit besten Design Blogs vom “The Guardian” und “The Telegraph” vertreten. Im vergangenen Jahr hat die hauptberufliche Bloggerin und Mutter dreier Kinder ihr erstes Design-Buch „Northern Delights“ herausgebracht.

Was ist für Sie das vollkommene Blog?
Einmal abgesehen von den offensichtlichen Dingen, wie tollen Fotos und einem coolen Style, ist es Ehrlichkeit und Beständigkeit, die für mich einen Blog vollkommen machen. Ich finde es gut, wenn ich weiß, was mich auf meinen Lieblingsblogs erwartet. Ich möchte keine Foodblogger, die plötzlich über Musik schreiben weil ihnen ein Hifi-Unternehmen ein paar Lautsprecher geschickt hat.

Mit welchem Blogger identifizieren Sie sich am meisten?
Ich hatte noch nie einen Blogger, mit dem ich mich identifiziere und werde wahrscheinlich auch nie jemanden haben.

Was ist online Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Neue Blogs und Inhalte zu entdecken oder einfach ziellos umherschauen.

Was ist offline Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Kaffee trinken im Café – mit Freunden oder allein. Schon tausende Stunden habe ich im Café verbracht, dort sitze ich dann, schaue mir die vorbeilaufenden Leute an, lese Magazine oder arbeite an meinem Blog. Ab und zu lebe ich meine Kreativität auch beim Backen aus – besonders Dinge mit Schokolade oder Zitrone.

Bei welcher Gelegenheit schreiben Sie die Unwahrheit?
Ich würde niemals lügen auf meinem Blog. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Glaubwürdigkeit das wertvollste Gut für einen Blogger ist. Sie ist es, die einen Blogger unter den Lesern und auch unter den Werbekunden bekanntmacht.

Ihr Lieblingsheld im Netz?
Hmm, mit Helden kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich schaue auf zu Garance Doré. Dafür, dass sie ihren Traum lebt und alles mit einer solchen Leidenschaft und Ehrlichkeit tut. Sie ist supertalentiert, intelligent und dabei noch urkomisch.

Ihr Lieblingsheld in der Wirklichkeit?
Alle Leute, die für Rechte von Frauen und Lesben, Schwule und Bisexuelle kämpfen.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an Menschen, denen Sie im Netz begegnen?
Die Ehrlichkeit, den Humor und die Authentizität der Menschen im Netz.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an Menschen, denen Sie in der Wirklichkeit begegnen?
Natürlich die gleichen Eigenschaften wie im Netz. Im wirklichen Leben ist es ja nicht anderes.

Was mögen Sie im Netz am wenigsten?
Den Klatsch und Tratsch, die Hinterhältigkeit, die “Ich bin besser als du”-Haltung mancher Menschen und natürlich die Trolle. – Habt ein Leben! Anstatt mit Gemeinheiten auf andere Menschen loszugehen!

Was stört Sie an Bloggern am meisten?
V
iele Blogger machen ihren Lesern Illusionen. Sie zeigen das Bild eines Lebens, das für viele Leser unerreichbar ist.

Was stört Sie an sich selbst am meisten?
Mein Mangel an sozialer Kompetenz. Ich sage immer gerade raus, was ich denke. Das hat mich schon öfter mal in   in Schwierigkeiten gebracht.

Ihr glücklichster Moment als Blogger?
Ein positiver Kommentar von einer geschätzten Person.

Was halten Sie für Ihre größte Errungenschaft als Blogger?
Wahrscheinlich die Tatsache, dass ich nach so vielen Jahren immer noch blogge und auch immer noch gelesen werde.

Über welches Talent würden Sie gern verfügen?
Ich wäre gern ein guter Zeichner oder ein talentierter Fotograf.

Als welcher Blogger möchten Sie gern wiedergeboren werden?
Als ein Blogger der alles kann. Der seine Inhalte komplett eigenhändig erstellt, vom Styling und DIY-Projekten bis hin zu Design, Layout und Programmieren des Blogs. Der auch über gutes Organisationstalent verfügt, zum Beispiel im Umgang mit Werbekunden oder mit der Steuer.

Ihre größte Extravaganz?
Ich bin ein Duftkerzen-Junkie. Irgendwie bekomme ich nie genug von ihnen. Meist ist es dann auch noch die teuerste Kerze, die ich mit nach Hause nehmen muss. Ich könnte mein Geld auch gleich verbrennen – aber das würde nicht so gut riechen!

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Zu viel Koffein. Ich versuche noch allerlei Dinge vor Ostern fertigzubekommen, damit ich über die Feiertage ein bisschen frei habe.

Ihr Motto?
Simplify

(c) Emma Fexeus

Kategorien: Allgemein