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Nneka

 

Die zierliche Sängerin präsentiert ihr neues Album: eine musikalische Reise aus den politischen Abgründen Nigerias bis in die afrikanische Diaspora in Europa.

„Musik kann eine Waffe sein“, hat der legendäre nigerianische Musiker Fela Kuti einmal gesagt. Nneka ist eine seiner herausragenden Nachfolgerinnen, denn auf all ihren Alben finden sich politische und sozialkritische Texte über die Verhältnisse in Afrika und in Europa, wohin viele Afrikaner geflohen sind. My Fairy Tales heißt das aktuelle Album der zierlichen Sängerin mit der großen Stimme. Inspiriert wurde es von den Erfahrungen, die Nneka in Frankreich mit Afrikanern gemacht hat, die dort in der Diaspora leben und unter Rassismus und Ausgrenzung zu leiden haben. Die Sängerin, die lange in Hamburg gelebt hat, äußert sich nicht nur auf ihren Platten politisch. Sie hat auch gemeinsam mit dem ehemaligen Kindersoldaten MC Ahmed Nyei aus Sierra Leone die Organisation Rope Foundation gegründet, die Kindern die Möglichkeit gibt, sich durch ihre Kunst auszudrücken. Im April ist sie wieder einmal auf Deutschland-Tournee, um die neuen Songs ihres herausragenden Albums My Fairy Tales live zu präsentieren.

Text: Heinrich Oehmsen