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Open Air Kino

 

Zehn Minuten länger als die reguläre Spielzeit: Das St. Pauli Sommerkino zeigt „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson.

Was neben den Elbbrücken vermutlich als der lauteste Ort der Stadt gelten kann, ist seit dem 7. Juni allabendlich muksmäuschenstill. Die Gegengerade am Millerntor wird über einen Monat lang zum Kinosaal, wenn auf dem heiligen Rasen das St. Pauli Sommerkino eröffnet. Aktuell auf dem Programm steht Wes Andersons preisgekrönte, temporeiche und skurrile Komödie Grand Budapest Hotel, in der der Inhaber eines ehemals gediegenen Luxushotels einem blockierten Schriftsteller die Geschichte der noblen Absteige anvertraut. Eine Geschichte, die es in sich hat: Der mit beinahe allen Wassern gewaschene Concierge Gustave erbt nach dem Tod einer sehr reichen und sehr alten Dame von ihr ein überaus wertvolles Gemälde. Weil ihre Nachkommenschaft diese Nachlassverfügung unter keinen Umständen akzeptieren will, entscheidet sich Gustave kurzerhand, das Bild zu stehlen und leitet so seinen unaufhaltsamen tragikomischen Niedergang ein. Ein Vergnügen, das zehn Minuten länger dauert als die reguläre Spielzeit und beinahe ebenso dramatisch ist.

Text: Nik Antoniadis


 

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