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„Whiplash“

 

Das Musikfilmdrama von Damien Chazelle reißt einen so sehr mit, dass man fast das Schlucken vergisst. Draußen-Vorstellung in Altona!

Wer in etwas richtig gut sein will, der muss sich quälen, bluten, Rotz und Wasser heulen. Das könnte man aus dem Musikfilmdrama von Damien Chazelle lernen. Darum geht’s: Der junge Schlagzeuger Andrew (Miles Teller) möchte der Beste sein, der beste Jazz-Schlagzeuger der Welt. Er wurde am Shaffer Conservatory of Music in New York City angenommen. Hier wird der berühmt berüchtigte Leiter der Studioband, Terence Fletcher (J.K. Simmons) auf das Talent aufmerksam. Das ist Fluch und Segen zugleich. Andrew schafft es in die Band. Fletcher ist aber ein cholerischer Tyrann, der jedes Lob für ein Verrat am Talent ansieht. So leidet man mit Andrew mit, wie er sich stundenlang die Finger wundtrommelt, an dem Druck fast zerbricht und schließlich seinem gefürchteten „Förderer“ die Stirn bietet. Whiplash packt den Zuschauer, weil die Fahrten der Kamera einen ganz nah ranlassen und der ungewöhnliche Einsatz von Musik (live und aus dem Off) für Tempo sorgt, dass man beinahe das Schlucken vergisst. Aber bitte bei der Open-Air-Vorstellung auf den Boden des Innenhofes des Altonaer Rathauses sabbern.

Text: Lena Frommeyer


 

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