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Hoffnungslos optimistisch

 

Der Deutsche Kleinkunstpreis 2015 nennt Christoph Sieber „die Stimme des jungen Kabaretts“. In seinem bereits fünften Soloprogramm Hoffnungslos optimistisch seziert er mit dem für ihn typischen Galgenhumor die bestehende Gesellschaft. Er singt und tanzt gegen Verschwendung und Trägheit und nimmt dabei jeden auf die Schippe und in die Verantwortung, vor allem aber die Strippenzieher und Lobbyisten im Hintergrund. Mit Harmlosgesicht, Studentenbrille und leichtem Silberblick haut er die härtesten Einsichten raus und oft genug bleibt dem Publikum das Lachen im Halse stecken, gelegentlich auch aus dem Verdacht heraus, gerade selbst entlarvt zu werden. „Wenn Gott gewollt hätte, dass der Afrikaner kommt, dann hätte er ihm Schwimmen gelehrt!“ Ein Moralist mit klarer Sicht und scharfer Klinge, denn die Lage ist nicht ernst, aber hoffnungslos. Am Mittwoch und Donnerstag kann man sich in Alma Hoppes Lustspielhaus den Spiegel vorhalten lassen. Was man dann wohl sieht?

 

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