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Rote Flora herrichten

 

Die Rote Flora hat viel durchgemacht. Das prominenteste „Problem-Gebäude“ des Nordens wurde erst zum Symbol für Hamburgs Widerstandsgeist und in den letzten Jahren für eine authentisch alternative Kultur, die selbst die Stadt zunehmend in ihren Marketing-Maßnahmen feiert. Um das Gebäude instand zu halten, bauen die Flora-Bewohner seit Oktober 2013 fleißig am Kulturzentrum und haben bereits einen neuen Caféraum, eine Küche und neue Toiletten eingerichtet. Im Sommer ging es dann richtig zur Sache: fünfzig Wandergesellen und -gesellinnen haben zusammen mit den Aktivisten den Piazza-Balkon saniert und die alte Holztreppe aufgearbeitet. Außerdem wurde die Fassade erneuert, was eine echte Knochenarbeit war: Die gelbe Latexfarbe aus den Siebzigern wollte einfach nicht runter. Nun leuchtet die Fassade – natürlich – in Rot. Die Baustelle ist noch nicht endgültig fertig, in der Zukunft soll das Haus außerdem barrierefrei werden. Die Floristen können weiterhin jeden solidarischen Muskel gebrauchen. Samstags ab 12 Uhr wird am Kulturzentrum gewerkelt – und jeder kann mithelfen (und sich unter baugruppe@rote-flora.de melden).

Text: Natalia Sadovnik

 

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