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Fettes Brot

 

Eines ist bei dieser Band im Laufe der Jahre immer geblieben: Der Wunsch, möglichst jung zu bleiben – oder zumindest jung zu wirken. Renz: „Wir versuchen, den Schritt des Erwachsenwerdens krampfhaft wieder umzukehren. Unser Drang nach Austoben, Quatschmachen und geile Musik abliefern ist ungebrochen.“ Das bewiesen Fettes Brot einmal mehr im September, als ihr neues Album Teenager vom Mars erschien. Darauf zu hören: reichlich Rap-Kraft, natürlich Pop und viele gute Ideen. Die textlichen Geschichten reichen vom Beschreiben der eigenen Coolness über politische Statements zur Lage der Nation bis zu einem Seitenhieb auf die Musikindustrie, die irgendwann den Schlager wieder etabliert hat. Im Song Alle hören jetzt Schlager wird die Helene-Fischerisierung der deutschsprachigen Musik angeprangert. „Wir meinen mit diesem Song nicht nur einen catchy Refrain, sondern das komplette Fehlen jeglicher Haltung in Schlagermusik“, so Renz. „Das irritiert, nervt und ist einfach sehr ärgerlich. Diese Musik bedeutet nichts.“ Ganz im Gegensatz zu dem, was Renz und seine Mitstreiter nach wie vor präsentieren – so auch beim Konzert Ende November in der Barclaycard Arena. Es gibt noch ein paar Sitzplätze!

Text: Erik Brandt-Höge

 

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