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4 Könige

 

Und? Was gefällt dir an Weihnachten? Es ist nicht viel, was den vier Jugendlichen, die gemeinsam in einer psychiatrischen Klinik ihre Zeit verbringen müssen, zu dieser Frage einfällt. Weihnachten bedeutet für sie vor allem eines: „Mega-Druck“. Druck, Präsente zu besorgen, lächelnd „Scheiß-Geschenke“ auszupacken und die aufgesetzte Fröhlichkeit in der zerrütteten Familie zu ertragen. Lara, die Drogen schluckt und mit provokanter Nuttigkeit um Aufmerksamkeit bettelt. Alex, die sich selbst verletzt hat, um sich nicht um ihre psychisch labile Mutter kümmern zu müssen. Fedja, der sich nach Misshandlungen durch Mitschüler (und die Eltern?) völlig in sich selbst zurückgezogen hat. Und Timo, der wegen seiner unkontrollierten Gewaltausbrüche eigentlich in der geschlossenen Abteilung sitzt.

Psychiater Dr. Wolf versucht ihnen zu helfen, indem er ihnen viel Freiraum gibt, sich gegenseitig zu helfen. Zu viel Freiraum? In 4 Könige, zu sehen im Abaton, dringt Regisseurin Theresa von Eltz bis zur Seele vor, packt sie, quetscht sie mit meist ruhigen, dafür aber umso brutaleren und eindringlicheren Bildern. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte? Hier ja. Die Leistung der vier jungen Schauspieler ist außergewöhnlich, und die Kamera fängt sie auf beeindruckend intime Art und Weise ein. Sehr sehenswert!

Text: Maike Schade

4 KÖNIGE – Offizieller Trailer – Kinostart am 3.12.2015 from PORT AU PRINCE on Vimeo.

 

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