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Mistress America

 

Schauspielerin Greta Gerwig ist eine wie keine, Mumblecore-Ikone und Indie-Star. Als Frances Ha tänzelte sie bereits durch ihr charmant unperfektes Leben in New York – jetzt gerät sie als Mistress America noch mehr ins Stolpern: Mit Anfang 30 sprüht Brooke nur so vor Projekten, hat Ideen für eine App, für eine TV-Soap-Opera und vor allem für ein Restaurant namens Mom’s, das gleichzeitig Friseursalon, Kunstgalerie und heimeliger Hipster-Hang-out im angesagten Williamsburg ist. Ihre vielen Teller können dort endlich auf die Tische kommen und die Kinder, die sie irgendwann haben will, nach der Schule mit ihren Freunden vorbeischauen und bei einem Teller Spaghetti ihre Hausaufgaben machen. Bis es so weit ist, schlägt Brooke sich als Spinning-Trainerin, Nachhilfelehrerin und Interieur-Designerin durch, die zumindest irgendwann mal den Wartebereich eines Nagelstudios eingerichtet haben wird. Wie Francis Ha entspringt auch Brooke der Fantasie von Greta Gerwig und ihres Freundes Noah Baumbach, die einmal mehr das moderne Großstadtleben sezieren. Das Erwachsenwerden, das in der Zeitschleife steckt; wo das Diktat der Kreativität aufgrund des Ideenklaus längst zum Sampling geworden ist und das „Anything goes“ zur Qual. Das Abaton zeigt den Film im Original mit deutschen Untertiteln.

Text: Sabine Danek

 

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