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„Die Kinder des Fechters“

 

Endel Nelis (Märt Avandi), einer der besten Fechter Leningrads, muss in den fünfziger Jahren vor der Geheimpolizei Stalins ins besetzte Estland fliehen, weil er als Jugendlicher von Nazis zwangsrekrutiert wurde. Unter ständiger Angst, entdeckt und wie viele Esten deportiert zu werden, arbeitet er in einem Kaff als Sportlehrer. Bald entdeckt die kleine Marta (wunderbar: Liisa Koppel), dass er Fechten übt. Sie überredet ihn, sie zu unterrichten. Danach lernen viele Schüler gegen den Widerstand des regimetreuen Rektors die elegante Fechtkunst. Und zwar so gut, dass sie an einem internationalen Wettkampf teilnehmen wollen – der ausgerechnet in Leningrad stattfindet. Nelis kann jedoch unmöglich dorthin zurück …

Den finnischen Oscar-Kandidaten Die Kinder des Fechters für den besten nicht englischsprachigen Film sollte man nicht verpassen. Die wahre Geschichte um einen vom Stalin-Regime verfolgten Sportler, der in Estland Schüler für das Fechten begeistert, erzählt konventionell, aber mit einem fabelhaften Kinderensemble eine zu Herzen gehende Geschichte. Tatsächlich ist Fechten in Estland noch heute Nationalsport, und der Grund dafür ist: Endel Nelis.

Text: Patricia Batlle

 

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