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Hänsel und Gretel

 

„Knusper, knusper, Knäuschen! Wer knabbert an meinem Häuschen?“ – „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.“ Wenn ein Stück seit 1972 aufgeführt wird, muss es wohl ein Klassiker sein. Ein Klassiker als Oper. In der 33. Saison suchen auch in diesem Jahr Hänsel und Gretel den Weg aus dem Wald und finden stattdessen ein Lebkuchenhaus. Darin wohnt die menschenfressende Hexe Rosina Leckermaul und weil die beiden nicht widerstehen können, geraten sie in ihre Gefangenschaft. Kleiner Twist: Die Eltern setzen ihre Kinder in dieser Version nicht absichtlich im Wald aus, sondern brechen auf, um ihre verirrten Kinder vor der Knusperhexe zu retten.

Die Staatsoper zeigt zur Weihnachtszeit den Märchenklassiker der Gebrüder Grimm inszeniert von Peter Beauvais. Am 25. Dezember sogar gleich zweimal. Vertont hat das Märchen Engelbert Humperdinck und seine romantische Musik begleitet Jung und Alt in den dunklen Sagenwald voller Zauberwesen, Flugkünsten und Schutzengeln. Humperdincks Version wurde 1893 in Weimar uraufgeführt und gehört seither zur besinnlichen Jahreszeit. Zeit, sich das Stück 122 Jahre später auch mal anzusehen.

Text: Andra Wöllert