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Veysel braucht Einsen

 

Der Kampf um das Aufenthaltsrecht ist kein neuer. Im deutschsprachigen Raum leben Tausende Menschen aus Ländern wie der Türkei, Aserbaidschan oder Afghanistan, die vor Krieg, politischer Verfolgung oder Armut flüchteten. „Wer auswandert, hat nicht nur seine Konflikte im Koffer, sondern auch die eigene Kultur, Sprache und Tradition“, sagt der kurdischstämmige Wiener Regisseur Hüseyin Tabak. Nach seinem Film Kick-Off über die Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen und einer Neuerzählung des Kinderbuchklassikers Das Pferd auf dem Balkon von Milan Dor über ein autistisches Kind, widmet er seine dritte Produktion der Identitätssuche eines Jungen – halb Türke, halb Kurde – der mit seiner Familie nach Österreich flüchtete. Im Drama Deine Schönheit ist nichts wert erlebt man den 12-jährigen Außenseiter Veysel, der zu Hause am Konflikt zwischen seinem älteren Bruder und seinem Vater, einem ehemaligen kurdischen Freiheitskämpfer, zerbricht. Veysel flüchtet sich in Tagträumereien, verliebt sich in eine Klassenkameradin und versucht, seine Familie mit guten Schulnoten vor der Abschiebung zu bewahren. Zur Premiere reisen der Regisseur Hüseyin Tabak und einige Darsteller, darunter auch Abdulkadir Tuncer (Veysel), nach Hamburg.

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