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Grenzgängerin Glasser

 

Angeführte Referenzen können nie das große Ganze einfangen, aber sie können zumindest schon mal wundervolle Indizien fürs eigentliche Bezugssystem sein. Bei Glasser ist das etwas schwieriger. Polica, Austra, Björk, The Knife, Bat For Lashes – sie alle mussten schon herhalten, um den Sound der Grenzgängerin aus Boston, Massachusetts zu kategorisieren. Natürlich mit mäßigem Erfolg. Cameron Mesirow, der Kopf hinter Glasser, jongliert in ihrer Musik mit den unterschiedlichsten Klängen, als wären sie brennende Keulen, die im Dunkel der Nacht zu einer Einheit verschwimmen: Synthie-Sounds, Dream-Pop, Indietronic. Alles stets märchenhaft-malerisch und mit einnehmender Gesangsstimme ausgekleidet. Gespannt sein darf man wohl auch auf die Bühnendekoration beim Konzert im Uebel & Gefährlich – die Singer/Songwriterin experimentiert gerade mit silbern glänzenden, sie verschlingenden Massen herum. Sehr futuristisch.

Text: Jan Kahl

 

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