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Hysterischer Hardcore

 

Oh ja, das tut gut: Die Hysterics spielen klassischen Hardcore-Punk, der einen mit aller Konsequenz zurück wirft ins Jahr 1982. Das Quartett braucht nicht mehr als ein paar Takte, um zur Sache zu kommen. Und es versteht sich von selbst, dass die Songs nicht länger als zwei Minuten sind. Das Angenehmste an den Hysterics: Es handelt sich hier nicht um die in diesem Genre üblichen, muskulösen, nackenrasierten, tätowierten, testosteron-geschwängerten Einzelkämpfer-Survival-Typen, die hier ihren Frust herausbrüllen, sondern um vier junge Frauen aus dem Nordwesten der USA, die eine ganze Menge Adrenalin im Blut und echte Anliegen in der Birne haben – gender politics ist nur eines davon. Wovon die restlichen Songs so handeln, kann man am Montag im Hafenklang erfahren. Hoffentlich zieht die Sängerin auch wieder ihre Papst-Robe zur Show an.

Text: Michele Avantario

 

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