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Kneipen-Chor

 

Nach Berliner Vorbild formierte sich Anfang 2013 der erste Hamburger Kneipenchor und singt sich seitdem bei spontanen Flashmob-Touren durch Hamburg in Rage, bis die Kehlen wieder befeuchtet werden müssen. Auf der Agenda stehen dann Lieder wie Katy Perrys Teenage Dream. Kein typisches Chorstück, schon klar. Aber schließlich ist das hier auch kein normaler Chor. Unter der musikalischen Leitung von Musikwissenschaftler und Komponist Christian Sondermann stehen gut zwei Dutzend gut gelaunte Anfang 20- bis Ende 30-Jährige mit Nerd-Brille, Schiebermütze oder Blümchenrock nahe beieinander und singen, singen, singen. Viele der Mitglieder kommen aus der Kreativbranche. Einige haben schon erste Chor-Erfahrungen, aber keine Lust auf elitäre Truppen. „Wir sind schließlich die Generation Singstar und lieben es, auf WG-Partys gemeinsam Lieder zu schmettern“, wirft Claudia Cassens, 33, während der Probe ein. Der Spaß steht klar im Vordergrund, trotzdem geht es in der Probe erstaunlich strukturiert zu. Auch die männlichen Vertreter gewöhnen sich langsam an Text und Noten. Chris Hackenberg erzählt: „Ich hab schon in ganz schlechten Pseudo-Hardrock-Punkbands gespielt. Aber das war anders. Da stand ein Mikro für alle zum Reingrölen in der Mitte.“ Am 3. Juni wird die Sommersaison mit einem Konzert auf der Freiluftbühne am Alten Schlachthof, dem Open Lattenplatz Knust eröffnet. Für Unterhaltung sorgt vorab Einmannmusik.

Text: Lena Frommeyer

 

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