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Stadt aneignen

 

Perfektes Pingpong – und das bereits zum vierten Mal: im Frise und der HFBK in der Reihe Floating Volumes #4 – Layering DiverCity, die zum Glück nicht so verschwurbelt wie ihr Titel ist. Darin wird die Stadt als Gefüge aus Zeichen und Codes, Geschichten und Geschichte, Privatraum und kollektivem Ort beleuchtet – und erforscht, wie man mit ihr umgehen, sie sich aneignen, sie herausfordern, umdeuten, entblättern kann. In enger Verknüpfung von Theorie und Kunst führen Vorträge und Panels von Wüstenstädten zu ästhetischen Lehren sowie zu Performances und einer Schau. Im Frise sind unter anderem Arbeiten von Peter Boué zu sehen, der mit dem Fettstift Orte bis auf ihr Skelett reduziert, Installationen von Jan Köchermann, der sich seit 1996 mit Schächten beschäftigt, während das Gartenstudio den Aufbruch in die Grünzone fordert. In Diskussionen geht es um Kunstorte in Slowenien, Graffiti in Ägypten, Urban Gardening und das Recht auf Stadt. Besonders interessant: wenn die Fotografin Eva Leitolf über ihre Postcards from Europe spricht, in denen sie sich mit den Grenzen und Ausgrenzungen der EU beschäftigt und Harun Farocki seinen Film Ein neues Produkt präsentiert, für den er eine Quickborner Unternehmensberatung begleitete.

Text: Sabine Danek

 

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