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Tatjana

 

John Neumeiers Choreografie nach Alexander Puschkins Versroman „Eugen Onegin“ wird in der Hamburger Staatsoper uraufgeführt.

Immer wieder hat John Neumeier literarische Vorlagen in Tanz übersetzt, so zum Beispiel Thomas Manns Tod in Venedig oder auch Ödön von Horvaths Drama Liliom. Dass er sich nun mit Tatjana Alexander Puschkins Versroman vornimmt, ist insofern bemerkenswert, als es von Eugen Onegin bereits ein zeitgenössisches Ballett von John Cranko gibt, das Neumeier in Hamburg zweimal inszeniert hat, 1984 und 2012. Offensichtlich beschäftigt den Maestro die unerfüllte Liebe zwischen dem Müßiggänger Eugen Onegin und der Gutsbesitzer-Tochter Tatjana nachhaltig – und man darf gespannt sein, warum er seine Choreografie nicht nach dem Protagonisten, sondern seiner Liebschaft benannt hat. Dabei handelt es sich um eine Koproduktion mit dem Stanislavski and Nemirovich-Danchenko Moscow Academic Music Theatre. Die Musik stammt von der in den USA lebenden russischen Komponistin Lera Auerbach.

Text: Hanna Klimpe

29.6. (Premiere), weitere Vorstellungen 1.+10.7.

 

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