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Looking for Sound & Utopia

 

Google Earth gab es schon in den 1920ern? Beim Vortrag von Thomas Tode erfährt man kuriose Fakten der Technikgeschichte anhand zahlreicher Filmbeispiele.

Gerne erzählen unsere Väter ihre Geschichten – beispielsweise, dass sie der erste Mensch im Heimatdorf waren, der ein Autotelefon besaß. Einen dicken Knochen, der die gesamte Mittelkonsole in Beschlag nahm. Die Leute konnten nicht fassen, dass sie mit jemandem telefonieren, der über die Autobahn braust.

Das war Anfang der 1990er. Tatsächlich startete die Geschichte der technischen Medien weitaus früher. „Seit den 1880er Jahren arbeitete man gleichzeitig an der Entwicklung von Telefon und Fernsehen, Tonaufzeichnung und Film“, heißt es in der Ankündigung des Vortrages von Filmemacher und Publizist Thomas Tode (Kinemathek Hamburg, Kurzfilmfestival), der am 28. Juli auf recht unterhaltsame Art und Weise im Metropolis Kino viele Fundstücke aus Film- und Tonarchiven präsentiert und unter anderem aufklärt, dass es den Walkman, Google Earth und eine Totalvernetzung eigentlich schon in den 1910er und 1920er Jahren gab. Und dass der Missbrauch neuer Medien, beispielsweise durch Überwachung, nicht erst ein Thema der modernen Welt ist.

Text: Lena Frommeyer

 

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