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Soviet Soviet

 

Klingen wie Joy Division, aussehen wie The Cure: Ein junges italienisches Trio pflegt das Erbe von einflussreichen britischen Post-Punk-Gruppen weiter.

Na, das ist doch mal wieder ein erfrischender Bandname… Soviet Soviet haben sich 2008 in der italienischen Hafenstadt Pesaro gegründet. Ihre Mission: das Erbe von stilprägenden Post-Punk-Gruppen wie Joy Division und The Cure zu pflegen. Und das gelingt ihnen ganz gut. Hört man sich zum Beispiel den Song No Lesson aus ihrem Debütalbum Fate an, könnte man sich fast ins Jahr 1978 zurück versetzt fühlen: treibender Beat, knochiger Basslauf, bis dort hinaus verhallte Gitarre, dünne Knabenstimme. Auch der Style der drei schmalen Jungs – enge Jeans, Shirts oder bis oben zugeknöpfte Hemden, typische Wave-Frisuren – wirkt halbwegs überzeugend beziehungsweise einigermaßen geschmackssicher kopiert. Über MVHS, Soviet Soviets Support an diesem Abend, ist nicht viel bekannt. Ihr Name schreit nicht gerade nach einer Suchmaschine, die bei Soundcloud abgelegten Tracks tragen Titel wie Modestadt, Tempo und Neunzehnvierundachtzigeinhalb, und, tja, das Ganze klingt irgendwie auch ganz schön original, um nicht zusagen: alt. Aber „alt“ ist ja bekanntlich das neue „neu“…


 

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