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Fatih Akin

 

Der Hamburger Regisseur präsentiert seinen neuen Film „The Cut“, der ein Schicksal während des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich zeigt.

Ein gut gelaunter Fatih Akin nahm am 27. September den Douglas-Sirk-Preis beim Filmfest Hamburg entgegen. Nicht für sein Lebenswerk – wie von allen Seiten betont wurde, dafür sei er mit 41 Jahren nun wirklich noch zu jung. Im Anschluss feierte sein neuestes Werk The Cut Premiere, das erneut am 3. Oktober um 16 Uhr im Passage Kino zu sehen ist. Akin komplettiert so seine Trilogie Liebe, Tod und Teufel.

The Cut zeigt ein Schicksal während des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich. Ein junger Vater wird durch die türkische Armee aus seiner Familie gerissen. Er ist Armenier unter vielen, die alles verlieren – einer, der verhungernde Freunde in den Armen wiegt, im Blut seiner gelynchten Kameraden liegt, bespuckt, gequält, beschimpft wird, weil er ein tätowiertes Kreuz auf dem Handgelenk trägt. Und dennoch übersteht dieser junge Schmied namens Nazaret Manoogian das Martyrium. Er erfährt, dass seine Zwillingstöchter leben und folgt ihren Spuren durch die Wüsten Mesopotamiens nach Havanna bis in die kargen Prärien North Dakotas. Fatih Akins neuer Film The Cut ist gnadenlos und märchenhaft zugleich – Blut spritzt in schön konzipierten Bildern.

Text: Lena Frommeyer


 

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