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James Brown

 

Geschichte, wie der Pop sie schreibt: Das bewegende Leben des „Godfathers of Soul“ erzählt dieser Film nach – mit all seinem Glamour und seiner Gewalt.

Get on Up ist kein handelsübliches Biopic, kein moralisches Märchen von Aufstieg und Fall des James Brown. Get on Up ist pure Verherrlichung mit den Mitteln des Pop. Die Schattenseiten dieses Lebens werden darüber freilich nicht ausgeblendet: nicht die Herkunft Browns aus den tristesten Verhältnissen im amerikanischen Süden, nicht die Drogen- und Waffendelikte mitsamt Gefängnisstrafen. Doch „the hardest working man in show business“ mag seine Musiker nur schleppend oder auch gar nicht bezahlen, seine Ehefrau verprügeln oder seine Angestellten zusammenstauchen, stets steht Mr. Brown blendend da: schon als Kind im Boxring oder Bordell; als Sänger im Gospel-Chor wie auch als Little-Richard-Adept; auf der Bühne des Apollo-Theaters in Harlem genauso wie im Oval Office des US-Präsidenten. Vor allem aber natürlich am Mikrofon: Dort entfacht der Hauptdarsteller Chadwick Boseman als James Browns getreulicher Impersonator singend und tanzend ein Feuerwerk, das die in die Kulissen verbannten Rolling Stones wie biedere Chorknaben aussehen lässt.


 

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