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FKA twigs

 

Die Musikwelt frisst der Newcomerin mit jamaikanisch-spanischen Wurzeln aus der Hand, und sie dankt es ihr mit mysteriös-durchgestylten Auftritten.

„The artist formerly known as twigs“… Die drei Buchstaben zu Beginn ihres Künstlernamens sind das Zugeständnis an bereits vergebene Namensrechte, natürlich eine Spur ironisch: Zwar macht Tahliah Barnett mit ihrem elektronischen Minimal-R’n’B seit rund einem Jahr von sich reden, doch erst seit dem Debüt LP1 kann man ihr getrost Bekanntheit unterstellen. Die Musikerin aus dem englischen Gloucestershire nimmt die Ideen, die vom gut abgehangenen Genre Trip-Hop noch frisch erscheinen, und packt sie in soulige Stop’n’Go-Popmusik. Barnett begann ihre Karriere mit 17 als Tänzerin, Körperlichkeit und Bewegungsdrang steckt ebenfalls in ihren Songs, wenn auch in entschleunigten Geräuschballaden statt Tanzflächenkrachern. Man kann ruhigen Gewissens behaupten: LP1 ist eines der wichtigsten Alben des Jahres, auf dessen Live-Umsetzung man mit Sehnsucht warten warten darf.

Text: Thorsten Moor


 

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