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David Foster Wallace

 

Im Hamburger Sprechwerk feiert das Stück „Kurze Interviews mit fiesen Männern“ Premiere, das auf Geschichten des amerikanischen Autors basiert.

David Foster Wallace (Unendlicher Spaß) war eine der begabtesten, scharfsinnigsten und klügsten Stimmen des amerikanischen Literaturbetriebs – bis er sich 2008 das Leben nahm. Seine Kurzgeschichtensammlung Kurze Interviews mit fiesen Männern liegt dem Stück des Hamburger Sprechwerks zugrunde – genauer gesagt, eine der Episoden. Auf dem Totenbett, deine Hand haltend, bittet der Vater des jungen gefeierten Off-Broadway-Stückeschreibers um eine Gefälligkeit heißt das Kapitel eigentlich – aber das passt ja auf kein Plakat. Am Grab seines Sohnes steht der Vater und hat die Hasskappe auf: Das verlogene Familienleben, seine Verachtung für den Nachkommen, seine ganze Lebenslüge bricht sich in einer Schimpfkanonade Bahn. Frank Grupe ist in der Hauptrolle zu sehen, der Musiker Sebastian Deufels aka Gisbert zu Knyphausen hat für die Inszenierung ein sechzigminütiges Schlagzeug-Stück komponiert.

Text: Michael Weiland

 

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