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Hamburger Theaterfestival

 

Was machen die anderen? Acht Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum zeigen Hamburger Theaterfreunden, was sie andernorts verpasst haben.

Theater ist manchmal unfair: Der Hamlet in Berlin bleibt dem Shakespeare-Liebhaber in München im Regelfall verwehrt. Das Hamburger Theaterfestival hat es sich darum zur Aufgabe gemacht, die besten Inszenierungen des deutschsprachigen Raums an die Bühnen dieser Stadt zu bringen. Acht Produktionen sind dieses Jahr eingeladen worden, die sich jeweils durch eigene Handschrift und fesselnde Schauspielerleistungen auszeichnen.

Zu sehen ist etwa Michael Thalheimers Inszenierung von Schillers Die Jungfrau von Orleans (Foto). Ursprünglich am Deutschen Theater Berlin aufgeführt, wird das Stück mit Theaterstar Kathleen Morgeneyer in der Hauptrolle Ende Oktober auf Kampnagel gastieren (30. und 31. Oktober, 20 Uhr).

Bisheriges Festival-Highlight: Erschütterndes Doku-Theater bot Die letzten Zeugen im September. Überlebende des Holocaust sitzen auf der Bühne hinter einem durchsichtigen Vorhang, scheinbar regungslos, während jüngere Schauspieler ihre Leidensgeschichten vorlesen – ein Stück direkte Konfrontation mit der Geschichte, die kommenden Generationen vorenthalten bleiben muss. Umso wichtiger, den Zeitzeugen jetzt zuzuhören.

Text: Michael Weiland


 

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