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St. Pauli im Film

 

Ein Team lokaler Filmemacher zeigt im Ballsaal des FC St. Pauli seine Langzeitdokumentation „Buy buy St. Pauli“ über Protest und Solidarität rund um die ESSO-Häuser.

Auf St. Pauli sind Filme ein Instrument des Protestes. Diese etwas anderen Heimatfilme weisen auf Missstände hin – so auch Buy buy St. Pauli von Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg. „Im Februar 2012 haben wir angefangen zu filmen“, erinnert sich Irene Bude. Mit ihrem Team begleitete die Filmemacherin die Auseinandersetzung um die ESSO-Häuser. Für die Langzeitdoku ließen sich Bewohner in die eigenen vier Wände schauen. Jürgen Moebus zeigt seine Fußball-Fanwand, Heinz Barth seine Mitbringsel von Fahrten zur See, Evi Madejski schwärmt von den Kirschbäumen im Gemeinschaftsgarten. Drumherum erzählt der Film die Geschichte der ESSO-Häuser, die nach dem Krieg als zukunftsweisender Bau entstanden.

Buy-buy-St-Pauli-Premiere

Das Team begleitete Demonstrationen und Sitzungen, es war vor Ort, als die Häuser kurz vor Weihnachten 2013 evakuiert wurden, weil die Wände (angeblich) wackelten. Es folgen Bilder vom Abriss, Stimmen zum öffentlichen Planungsprozess. Irene Bude besuchte die Bewohner im Exil. „Ich wohne jetzt auf’m Friedhof. In Finkenwerder. Wann hörst du hier ’n Auto. Nie!“, sagt einer von ihnen. Am 2. November feiert Buy buy St. Pauli Premiere im Ballsaal der Südtribüne des FC St. Pauli.

Text: Lena Frommeyer


 

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