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Stimme X

 

Aufbruch mit Experimenten: Ernst Becherts „No Show“ eröffnet die neue Reihe für zeitgenössisches Musiktheater im Lichthof Theater.

Am Anfang war die Unzufriedenheit. 2012 monierte der Regisseur Hans-Jörg Kapp, dass zeitgenössisches Musiktheater in Hamburg im Gegensatz zum Sprechtheater ein Nischendasein führt: „Dabei ist Musiktheater gerade sehr facettenreich, mit Ansätzen aus bildender Kunst oder von Popbands, die theatralisch arbeiten.“ Zusammen mit dem Regisseur Frank Düwel hat Kapp den Wettbewerb Stimme X ausgeschrieben. Die Resonanz hat beide überrascht. „Mit den Bewerbungen hätten wir locker eine ganze Spielzeit bestreiten können. Das Niveau war wirklich sehr hoch“, freut sich Kapp. Kapp und Düwel, die beim Wettbewerb als Produzenten fungieren, werden vom Dachverband der freien Theaterschaffenden und dem Verband für aktuelle Musik unterstützt. „Wir haben sechs Projekte von Hamburger Künstlern ausgewählt, in denen Klang und Stimme zentral sind“, erzählt Düwel. Es wird viel experimentiert. Doch soll die Reihe kein intellektuelles Vergnügen für Eingeweihte, sondern für alle zugänglich sein. Von November 2014 bis Juni 2015 werden die Stücke an verschiedenen Orten gespielt. Eröffnen und schließen wird Stimme X im Lichthof Theater. Für den Eröffnungsabend am 14. November inszenierte der Komponist Ernst Bechert unter dem Titel No Show ein Spiel mit dem Zeigen und dem Zeigbaren. Zudem wird das Tryout wir/wir/wir von Leo Hofmann und Benjamin van Bebber gezeigt.

Text: Natalia Sadovnik

 

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