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How To Dress Well

 

Leiser Folk, Emocore und Wehleid mit Beats: Tom Krell spielt seinen verträumten Elektronik-Soul live im Uebel & Gefährlich.

Der verzagte Elektronik-Soul von Tom Krell alias How To Dress Well gefällt nicht jedem: Eines der abschätzigsten Labels, die man für das Wehleid mit Beats gefunden hat, lautet PBR&B – ein Kofferwort, das aus dem vermeintlichen Hipster-Bier Pabst Blue Ribbon und Rhythm and Blues scherzhaft ein neues Genre macht (siehe auch: The Weeknd oder Frank Ocean). Mag sein, dass man damit eine Teilmenge von Krells Fans empfindlich trifft, dem Songwriter selbst dürfte es egal sein. What Is This Heart, seinem jüngsten Album, kann man jedenfalls nicht vorwerfen, irgendeiner Zielgruppe nach dem Mund zu reden: Ein überraschendes Intro ahmt flüsterleise Tracy-Chapman-Folk nach, andere Stücke sind hörbar von Neunzigerjahre-Emocore beeinflusst, alles eingebettet in einen verschwommen-verträumten Maschinensound. Wenn das Hipster-R&B ist, dann Prost!

Text: Michael Weiland


 

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