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Mouse On Mars

 

Unnachahmlich und unersetzbar: Das Elektronik-Duo aus Köln lässt im Rahmen des „Greatest Hits“-Festival seine Beat-Ungetüme auf das Kampnagel-Publikum los.

„Unnachahmlich“ – wird häufig unbedacht zum Kompliment gemacht, selten ist es so wahr wie bei der Musik von Mouse On Mars: Die elektronische Musik des Duos klingt häufig nach einem aus dem Ruder laufenden Experiment, das dann noch die Kurve kriegt, unnatürlich eiernd, aber – es bewegt sich doch. Jan St. Werner und Andi Thoma bauen seit über 20 Jahren zusammen Tracks, mal als glücklich blubbernde Lieder, mal als brutal zerschrottende Beat-Ungetüme. Wollte man das imitieren, würde man sich aus den Setzkästen von Krautrock wie Can und Neu!, bei Stereolab und dem Abstrakt-Techno von Aphex Twin und Autechre bedienen. Würde es sich wie Mouse On Mars anhören? Irgendwie dann doch nicht. Die lange Pause, die Mouse on Mars vor der Comeback-Platte Parastrophics (2012) eingelegt hatten, bewies jedenfalls eines: Ein Ersatz für sie ist nirgends zu finden.

Text: Michael Weiland


 

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