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Cinefest 2014

 

Unter dem Motto „Gegen?Öffentlichkeit!“ zeigt das Metropolis Kino vom 15. bis zum 23. November frühe Beispiele des engagierten Reportagekinos.

Ziemlich selbstverständlich stehen umstrittene Stadtentwicklungsprojekte wie Abriss und Neubau der Esso-Häuser heute im Mittelpunkt öffentlich geführter Debatten. Das war nicht immer so. Wer sich noch in den 1980er Jahren aus erster Hand über die hamburgische Art des Umgangs mit Altbausubstanz informieren wollte, war auf Besuche übel beleumundeter Video-Kaschemmen angewiesen. Im Störtebeker oder Sturzbach liefen dann Bänder wie Hospitalstraße 6, über Besetzung und Abriss eines Hauses in Altona (1980), und Terrible Houses in Danger, ein Selbstdarstellungsvideo aus der Hafenstraße (1985). Beide werden erneut am 28. November im Lichtmeß zu sehen sein – als „Zugabe“ zum Cinefest, das in diesem Jahr das weite Feld des filmdokumentarischen Schaffens im vergangenen halben Jahrhundert erschließt. Unter der kryptisch interpunktierten Headline Gegen?Öffentlichkeit! präsentiert es ab dem 15. November Filme, die sich einerseits einem politischen Selbstverständnis und Engagement der an ihnen beteiligten Filmemacher verdanken – andererseits aber auch den kameratechnischen Neuerungen seit den 1960er Jahren. Nach der Eröffnungsgala startet das reguläre Programm am 16. November um 14 Uhr mit Ein Film für Bossak und Leacock, in dessen Rahmen der Hamburger Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn auf seine beiden Lehrmeister trifft, den Polen Jerzy Bossak (1910-1989) und Richard Leacock (1921-2011), den Hauptvertreter des Direct Cinema in den USA.


 

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