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Into the Wild

 

Das Leben in extremen Verhältnissen ist Gegenstand neuer Ausstellungen in der Robert Morat Galerie. Gezeigt werden Bilder von André Lützen und Ron Jude.

Zwei Künstler stellen ab dem 16. Januar in der Galerie für zeitgenössische Fotografie ihre Arbeiten aus. In beiden Serien geht es um das Leben in rauer Umgebung:

Der Hamburger Fotograf André Lützen besuchte eine russische Stadt, die 225 km vom Polarkreis entfernt liegt. In Archangelsk herrscht ein extremes Klima. Eisige Temperaturen und lange Winter diktieren den Alltag. André Lützen porträtierte die Einwohner, folgte ihnen in ihre Wohnzimmer, streifte um die Plattenbauten und Holzhäuser und kam zu folgender Erkenntnis: „Kälte führt zusammen. Die Individualisierung, die sich in unserer (westlichen) Gesellschaft fundiert ausgebaut hat, ist dort nicht so vorhanden. Die Hilfe untereinander ist ausgeprägter.“ Seine Serie heißt Zhili Byli.

Zhili Byli_André Lützen_Bild 16
Foto: André Lützen, aus der Serie „Zhili Byli“

Ron Jude ging mit einem Pelzjäger in die amerikanische Wildnis, immer tiefer hinein in ein Gebiet, das weit entfernt liegt von der nächsten sicheren Siedlung. Auch die Fotos seiner Serie Lick Creek Line begeben sich nach und nach auf unsicheres Terrain. Anfangs sind sie dokumentarisch, dann beginnt der in New York lebende Fotograf mit ihnen eigene Geschichten zu erzählen. Er schafft sich „poetische Freiräume der fiktionalen Erzählung“, heißt es in der Ankündigung.

Text: Lena Frommeyer

Ron Jude // Lick Creek Line from haveanicebook on Vimeo.

 

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