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„Siegfried / Götterdämmerung“

 

Nach dem Nebel nun das Gewitter: Die B-Premiere des zweiten Teils des Thalia-„Rings“ von Antú Romero Nunes findet am 18. Januar statt.

Wer Rheingold/Walküre, den ersten Teil von Antú Romero Nunes’ Ring-Adaption am Thalia Theater gesehen hat, weiß, wie sich fast zeitgleich eine neue Welt öffnen und wieder verschließen kann. Die Nebelmaschine lief auf Hochtouren. Nachdem man das Beziehungsgeflecht zwischen Menschen und Göttern allmählich kannte, versank am Ende alles in weißem Dunst, der bis in die letzten Zuschauerbänke hineinwaberte. Im Januar kommt nun endlich die Fortsetzung des Sprechtheaters nach Richard Wagner und Altvätern, in dem Wagners Ring-Libretto mit Texten von Friedrich Hebbel und alten Nibelungenstoffen verwoben wird, auf die Bühne. In Siegfried/Götterdämmerung wird die Geschichte durch die Siegfried-Sage erweitert und führt damit ins Politische. Eine perfide Intrige löst die absolute Katastrophe aus: Verrat! Betrug! Mord! Vergeltung! Statt in Nebeldunst zu verschwimmen, entwickelt sich das Bühnengeschehen diesmal zu einem gewaltigen Gewitter. Die Welt der Menschen und Götter wird krachend und tosend untergehen und die Zuschauer auf ihren gemütlichen Theatersitzen werden nichts dagegen tun können.

Text: Katharina Manzke

 

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