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Kristina und Descartes

 

Eine philosophische Liebesnacht zwischen dem französischen Philosophen René Descartes und Königin Kristina Wasa von Schweden – die Veranstaltung ist ausverkauft.

Laut Neurologie befinden wir uns alle immer im „Cartesianischen Theater“. Mittels Sinnesorganen und Nervenbahnen generieren wir unsere ganz eigene Welt. „Ich denke, also bin ich“, erkannte bereits René Descartes. Der französische Philosoph ist die Hauptfigur des ersten „Cartesianischen Theaterstücks“, das sich auf einer echten Bühne abspielt. Die Rahmenhandlung in Kristina und Descartes ist eine Liebesnacht des Philosophen mit der Königin Kristina Wasa von Schweden. In dieser durchpflügt das Paar 2.500 Jahre Fundamentalphilosophie. Weniger theorielastig als vielleicht vermutet. Es wird auch geküsst und gefochten, verspricht der Autor Josh Goldman, der nicht nur Philosophie studiert hat, sondern auch Plots für Actionserien schreibt. Passenderweise wird das Stück, das schon seit Mai 2014 über verschiedene Bühnen wandert, im Februar in der Modern life school aufgeführt, einem kleinen Tempel für zeitgenössische Theoretiker in der Innenstadt.

Text: Katharina Manzke

 

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