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Kunst im öffentlichen Raum

 

Über drei Jahrzehnte urbane Kunst: Die Schau im Kunsthaus Hamburg läutet das zweite Jahr der Veranstaltungsreihe „Stadtkuratorin Hamburg“ ein.

Es geht los: Mit der Eröffnung der Ausstellung Passagen. Kunst im öffentlichen Raum seit 1981 im Kunsthaus startet zugleich das diesjährige Programm des Projekts Stadtkuratorin Hamburg. Während die Schau auf die wegweisenden Werke im öffentlichen Raum blickt, die von der Stadt gefördert in den letzten 35 Jahren entstanden sind, geht es gleichzeitig darum auszuloten, wie Künstler heute auf digitale Beschleunigung und neoliberale Privatisierung reagieren. Anhand von Zeichnungen, Modellen, Fotografien, Dokumentationen und andere Materialien wird eine Auswahl zum Teil kontrovers diskutierter Arbeiten präsentiert, wie etwa Joseph Beuys’ Projekt, die Stadt zu einem ökologischen Gesamtkunstwerk zu machen, oder Alfred Hrdličkas Gegendenkmal zum nationalsozialistischen 76er-Denkmal am Stephansplatz. Mit einem weit offenen Blick für künstlerische Perspektiven leitet die Ausstellung auch das diesjährige Programm Stadtkuratorin Hamburg ein, das sich mit Geschichte und Gegenwart von Kunstwerken im Stadtraum befasst und der Frage nachgeht, welche Art von Kunst nötig und angebracht ist in Zeiten, in denen die Stadtgesellschaften immer häufiger aufbegehren, während der öffentliche Raum zunehmend von privaten Interessen vereinnahmt wird.

Text: Sabine Danek