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FC St. Pauli

Underdogs, die Pirouetten drehen

Nach dem Erfolg gegen die Hochbegabten aus Leipzig steht der FC St. Pauli auf dem zweiten Tabellenplatz – und muss jetzt aufpassen, nicht zu euphorisch zu werden.

Die Partie war mithilfe der beiden Vereine bereits vor dem Anpfiff zum Medienereignis stilisiert worden. Auf der einen Seite der FC St. Pauli, der das stark an ein Sponsorenlogo erinnernde Vereinswappen von RB Leipzig auf seiner Homepage wieder gegen den Schriftzug „Leipzig“ ausgetauscht hatte. Auf der anderen der Verein, der sich medienwirksam darüber aufregte. St. Pauli gefällt sich offensichtlich derzeit in der Rolle des unterschätzten Außenseiters. So lässt sich viel einfacher Fußball spielen. Weiter„Underdogs, die Pirouetten drehen“

 

FC St. Pauli

Konter, Gegenkonter, Gegengegenkonter

Der FC St. Pauli gewinnt in einem rasanten Spiel gegen Greuther Fürth – und sorgt dafür, dass unser Autor sich fühlt, als säße er nebenan auf dem Dom im Karussell.

Gleich in der ersten Minute fährt den Fans am Millerntor der Schreck in die Glieder: Innenverteidiger Philipp Ziereis spielt einen Rückpass, der zum Torschuss wird. Keeper Robin Himmelmann gelingt es nur gerade so, den Ball vor der Linie abzuwehren. Puuh, durchatmen, wie nach dem ersten Schwung in der Riesenschiffsschaukel nebenan auf dem Dom. Weiter„Konter, Gegenkonter, Gegengegenkonter“

 

FC St. Pauli

Bokal-Serie, ich hab von dir geträumt

Eins zu vier – das Pokalspiel zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach endete eindeutig. Unser Autor fühlte sich trotzdem kurz an alte Erfolge erinnert.

Traditionell bestreitet der FC St. Pauli nur ein Pokalspiel pro Saison. Einzige gewichtige Ausnahme war die sogenannte Bokal-Serie vor zehn Jahren, als St. Pauli, damals noch als Amateurverein in der Regionalliga, hintereinander Burghausen, Berlin, und Bremen aus dem Pokal warf. Zwar war dann bei den Bayern im Halbfinale Schluss, die Helden von damals schmiedete dieser Erfolg aber zu einer legendären Mannschaft zusammen, die es später sogar in die erste Bundesliga schaffte. An diese Serie schien der FC St. Pauli am Montagabend anknüpfen zu wollen, zumindest in der ersten Halbzeit. Weiter„Bokal-Serie, ich hab von dir geträumt“

 

FC St. Pauli

Ein Verteidiger, der köpft wie Uwe Seeler

Der FC St. Pauli zeigt beim 2:1-Erfolg in Karlsruhe, dass er auch ohne neuen Stürmer erfolgreich sein kann – und beschert unserem Autor glückliche Momente am Radio. 

Vierzig Grad wurden auf dem Rasen im Karlsruher Wildpark-Stadion zu Spielbeginn gemessen. Eine Temperatur, an die wir im Norden in diesem Sommer nicht gewöhnt sind. Umso erstaunlicher, wie robust und kraftvoll die Mannschaft des FC St. Pauli zu Werke ging. Sogar so rabiat, dass Schiedsrichter Benjamin Brand Kapitän Sören Gonther schon in der siebten Spielminute mit der gelben Karte verwarnte. Dem Energie fressenden Pressing der Boys in Brown tat das aber keinen Abbruch. Sie störten die Gegenspieler im Mittelfeld früh und ließen den befürchteten KSC-Express, unter dessen Räder sie noch im April geraten waren, nicht in Schwung kommen. Weiter„Ein Verteidiger, der köpft wie Uwe Seeler“

 

FC St. Pauli - Arminia Bielefeld

Gefährlich wie Zeljko

Als dem Sturm über dem Hafen von Faaborg am Samstag die Puste ausgeht, ging es dem des FC St. Pauli gegen Bielefeld nicht anders. Den Hamburgern fehlt noch einen Stürmer!

Ich habe das erste Heimspiel der Saison in der dänischen Südsee verfolgt. Wir lagen im rappelvollen Hafen von Faaborg, wo eine Menge Segler den angekündigten Sommersturm Zeljko abwettern wollten. Das Spiel verfolgte ich  via AFM Radio, dem Sender des FC St. Pauli mit Reportagen für Sehgeschädigte, der auch übers Internet übertragen wird. Das Auftaktspiel des FC St. Pauli ähnelte stark dem Verlauf des Sturmtiefs: anfangs viel Spannung in der Luft und wenig Druck hinten raus. Weiter„Gefährlich wie Zeljko“

 

FC St. Pauli

Abschied vom Chaosverein

Beim FC St. Pauli ist viel in Bewegung – alte Spieler und Manager gehen, neue kommen. Unser Autor ist überzeugt: ein unpopulärer, aber vielversprechender Umbau.

Ich war in den vergangenen Tagen zu Besuch im sommerschläfrigen Millerntor-Stadion. Die Tore sind abgebaut, Handwerker klopfen vor der nahezu fertiggestellten Nordtribüne den Sand fest. Eine geordnete Geschäftigkeit, die die momentane Situation beim FC St. Pauli auf den Punkt bringt. Nicht nur am Stadion wird kräftig gewerkelt, auch an der Zusammenstellung des Personals für die nächste Saison, sowohl im sportlichen als auch im administrativen Bereich.

Das Präsidium um Oke Göttlich und seine leitenden Angestellten Trainer Ewald Lienen und Sportchef Thomas Meggle bauen den FC St. Pauli zurzeit um. Dabei haben sie keine Scheu vor unpopulären Entscheidungen. Weiter„Abschied vom Chaosverein“

 

FC St. Pauli

Chéwald, akribischer Nettmensch und FC-Retter

Der Stein, der den Spielern des FC St. Pauli vom Herzen fiel, war nach der 0:1-Niederlage zum Saisonfinale in Darmstadt noch im Clubheim am fernen Millerntor zu hören. Den FC-Anhängern hier und rund um das Millerntorstadion ging es natürlich nicht anders. St. Pauli hatte verloren und darf doch gerade eben noch in der 2. Bundesliga bleiben.

So feierte der einst als Aufstiegsaspirant ins Rennen geschickte Verein seinen Nichtabstieg wie einen Aufstieg. Im Stadion am Böllenfalltor lagen sich die tatsächlich aufgestiegenen Darmstädter und die St. Paulianer in den Armen und feierten den glimpflichen Ausgang einer katastrophalen Saison gemeinsam. Weiter„Chéwald, akribischer Nettmensch und FC-Retter“

 

FC St. Pauli

Wäre ich Darmstadt-Fan, wäre mir angst und bange

Diese Saison ist es verhext. Vier Heimsiege nacheinander, neun Punkte in Folge, der FC St. Pauli aber ist immer noch abstiegsbedroht. Daran hat auch die 5:1-Gala gegen den VfL Bochum nichts geändert. Die Spielfreude, die Mittelstürmer Lennart Thy und seine Mitspieler am Sonntagnachmittag an den Tag legten, zeigte aber wieder, wie sehr die Mannschaft am Saisonende in Fahrt gekommen ist.

Die Mannschaft agierte so, dass ein Erfolg am finalen nächsten Spieltag als nicht unwahrscheinlich erscheint – auch wenn der Gegner Darmstadt 98 noch um den Aufstieg spielt. Wäre ich Anhänger der Hessen, mir wäre angst und bange. Dieser FC St. Pauli ist noch nicht fertig.

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FC St. Pauli

Hinten Beton, vorne Kalla

Der FC St. Pauli gewinnt mit zwei Toren in Kaiserslautern und verlässt die Abstiegsränge. Grund dafür: viel Mut, viel Glück und eine simple Taktik.

„Eigentlich ist die Sache aussichtslos“, hatte Trainer Ewald Lienen noch vor dem Spiel gesagt. Beinahe die ganze Pressekonferenz räsonierte er über die Stärken des 1. FC Kaiserslautern. Besonders wegen ihrer erfolgreichen Heimspiele kämpfen die Pfälzer diese Saison noch um den Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga.

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