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Al-Jazeeras Islamophobie

 

Al-Jazeera English berichtet ausführlich über die Vorgänge in England. In dem Bericht sind nahezu ausschließlich die Ängste der Glasgower Muslime Thema, es werde einen „Backlash“ gegen sie geben.
Ich möchte nicht ausschließen, dass es zu moslemfeindlichen Äussserungen und Aktionen kommt. Allerdings sind bisher keine bekannt geworden.
Darum ist es ein Problem, wie dieser Sender mit dem Thema umgeht: Er stellt Muslime als (potentielle) Opfer der rassistischen Bevölkerung und eines hysterischen Staatsapparates dar, nicht als Betroffene des Terrors, die als Bürger die Pflicht haben, diesen Angriff auch als einen gegen sie selbst zu empfinden und abzuwehren. Dieser Sender ist Gift für die muslimische Zivilgesellschaft. Er fördert die Opfer-Mentalität.

In anderen Worten: Er stellt die Muslime genau so dar, wie Islamophobe sie sehen möchten, als nicht ganz loyale Bürger, die sich ums Gemeinwohl nicht scheren, sondern nur ihre Sonderidentität pflegen und sich sich immer als Opfer präsentieren.

Der Sprecher des Muslim Council of Britain, Inayat Bunglawala, hat im Interview nur eine einzige Sorge: Schärfere Sicherheitsgesetze verhindern. Während gerade Hunderte einem qualvollen Tod durch islamistische Möchtegern-Terroristen entkommen sind, wirkt das doch ein wenig merkwürdig (auch wenn man zu Recht gegen die möglichen Gesetze – die allerdings noch niemand vorgeschlagen hat – sein mag).

Wer solche Sprecher hat, braucht keine Feinde mehr.


0 Kommentare

  1.   Rafael

    Wir spekulieren über die große Mehrheit der friedlichen Muslime, die dem Terror ablehnend gegenüberstehen. Die werden durch ihre unfähigen Verbände, dummen Fernsehstationen und perfiden Islamistenparteien diskreditiert. Wenn sie doch nur endlich dagegen aufstehen würden…
    Während wir noch spekulieren, gewinnen bei den meisten halbwegs freien Wahlen in muslimischen Ländern islamistische Parteien, die dem Terror unkritisch gegenüberstehen, ihn unterstützen, oder zumindest als Reaktion auf kreuzritterische Gäuel sehen. Al Jazeera ist der populärste Kanal der muslimischen Welt und sieht sich selbst als ausgewogen (erkennt also noch extremere Ansichten als die selbst propagierten an).

    Ich fürchte, es gibt die große Mehrheit der friedliebenden Muslime nur in dem Land, in dem Mohammed das Wort Gottes, der Storch die Kinder und der Osterhase die Eier bringt.

  2.   Wachtmeister

    Die Warnung vor einem „Backlash“ ist die Standardreaktion islamistischer Organisationen wie des MCB nach Attentaten. Es geht darum, eine Diskussion um Sicherheitsmaßnahmen zu verhindern und statt dessen den durch die Attentate aufgebauten politischen Druck zu verstärken, indem man Privilegien für Muslime, Rückzug aus dem Irak etc. fordert.

    Man muß sich die islamistische Bewegung als Einheit vorstellen, deren Teile komplementär zueinander wirken. Die scheinbar moderaten Islamverbände agieren auf politischer Ebene für das gleiche Ziel, daß die militanten auf taktischer Ebene vorantreiben.

    Wenn es anders wäre, würde der MCB mithelfen weitere Attentate zu verhindern, anstatt aus den Attentaten politisch Kapital schlagen zu wollen.

  3.   Tuotrams

    THE doctor suspected of being the ringleader in the plot to unleash a terrifying car bomb campaign in Britain was last night revealed to be a “super-intelligent” brain surgeon.

    Neurologist Mohammed Jamil Abdelqader Asha, 26, grew up in Jordan with his Palestinian-born family.

    He attended The Jubilee School in Amman, an elite school for gifted children founded by Jordan’s Queen Noor in 1984.

    Gifted Asha left with straight A exam results in 1998. Then he graduated from the Jordanian University medical school in 2004 at the top of his class.

    Now he is suspected to have been the prime mover in an al-Qaeda plot to bring other foreign doctors to Britain, using their positions of trust as a cover for terror attacks.

    Eight people were detained over the plot last night. Three of them are doctors and two student doctors — all here legally and having passed official checks before taking up residency.

    A senior security source said last night: “There is a strong suspicion all the doctors under arrest were sent here by al-Qaeda.

    “It was a perfect cover. Who could possibly suspect a doctor of wanting to inflict death and injury on innocent people.

    Asha came to Britain in 2005 with his wife Marwah, 26, a medical lab technician, and worked at the Royal Shrewsbury Hospital.

    Asha and his burka-clad wife were arrested on the M6 in Cheshire on Saturday night.

    Yesterday the devout Muslim’s family insisted he was innocent. His brother Ahmed said: “He is not a Muslim extremist, and he’s not a fanatic. It’s nonsense, he has no terror connections.”

    Asha’s father Jamil is to ask the King of Jordan to appeal for his release.

    But it emerged that a Jordanian using the same name as Dr Asha made threats against the West in a posting on an internet site in February last year.

    http://www.thesun.co.uk/article/0,,2007300514,00.html

    ———————————————–

    Bei der Faktenlage ist es wohl legitim zu fordern jegliche muslimische Zuwanderung sofort zu stoppen.

    Al-Jazeera bleibt ein Terroristensender ohne (westliche) journalistische Standards

  4.   J.S.

    @Tuotrams
    Vorsicht! In Deutschland sind wir auf ausländische Ärzte angewiesen, weil die Anzahl der Studienplätze für Einheimische durch die ZVS beschränkt wird.
    Die Vizechef von Al-Qaida, Aiman az-Zawahiri, ist übrigens ebenfalls Mediziner (Chirurg). Sein Vater war sogar Medizinprofessor. Also an Bildung mangelt es da offensichtlich weniger.

  5.   Tuotrams

    @J.S.

    Die kann man auch aus Osteuropa holen. Angeblich zieht es auch bis zu 20% aller neuen deutschen Mediziner ins Ausland.

    BTW: Was ist eigentlich mit dem iranischen Arzt passiert der hier immer gepostet hat, ist der untergetaucht oder nur im Urlaub?

  6.   Wachtmeister

    Das Verhalten des MCB entpricht dem, was radikale Islamisten in diesem Forum vorschlagen:

    – No one knows who did it.
    – Condemn the Kuffaar for their wrongs in OUR lands.
    – Don’t forget, if they are muslim, they are your brothers.
    – Don’t ever give the impression the kuffaar are more valuable.

    Man beruft sich auf den Islam: „“Muhammad is the messenger of Allah. And those with him are hard against the disbelievers and merciful among themselves… „. Hart gegen die Unglaubigen, einig untereinander.

    http://www.ummah.com/forum/showthread.php?t=130826

  7.   egon

    Raphael:
    „Al Jazeera ist der populärste Kanal der muslimischen Welt“
    So isses. QED.

    Es gibt viele Perspektiven für das gleiche Problem: die Mohammedaner sind mehrheitlich für ihr mohammedanisches totalitäres System. Da gibt´s keine Deuteln. Einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel. Es hat auch unter den Nazis Widerständler gegeben. Niemand wird aber behaupten können, Deutschland wäre kein Naziland gewesen.

    Das ist das Kernproblem.

    Andere Perspektiven:
    -Umfragen
    http://www.worldpublicopinion.org/pipa/pdf/apr07/START_Apr07_rpt.pdf
    -die realen Zustände in der islamischen Welt und in den Parallelgesellschaften
    -die Meinung der westlichen Bevölkerung, die die zugewanderten Mohammedaner mehrheitlich rundweg ablehnt, im Gegensatz zu anderen Zuwanderergruppen

    Die Gutis bringen positive Beispiele (welche eigentlich? Zaimoglu, der die Parallelgesellschaften leugnet), dagegen stehen jetzt die Terrorärzte in England, der mohammedanische Lord, der Rushdie angriff und viele andere.

    MEHRHEITLICH sind die Mohammedaner aber mit unserem westlichen Leben über´s Kreuz. Bildung, Wohlstand usw führt NICHT dazu, daß sie sich integrieren, das ist Wunschdenken. Da kann der Herr Lau einmal ein positives Beispiel bringen (Eteraz.org), und einmal ein negatives (Al-Jazeeras). Der Zustand der mohammedanischen Welt und unserer Parallelgesellschaften insgesamt ist katastrophal.

  8.   Hans Rauscher

    http://derstandard.at/?url=/?id=2943470%26_range=1
    Die Welt der Terroristen
    (Selbst-)mörderischer Fanatismus als breite Bewegung ist kein Alleinstellungsmerkmal nahöstlicher, „vormoderner“ Gesellschaften
    Der am ganzen Körper brennende Mann wehrte sich dagegen, gerettet zu werden. Er habe um sich getreten, berichtet ein Augenzeuge in Glasgow und dabei immer wieder gerufen: „Allah, Allah, Allah.“

    „Diese Leute leben in ihrer eigenen Welt, in die ihnen niemand folgen kann, der klar denken kann“, sagte ein anderer Augenzeuge. Das mag auf den ersten Blick so scheinen, weil solche Taten für das westlich-rationale Hirn unbegreiflich sind. Aber ein geschlossenes Wahnsystem ist in der modernen Geschichte nichts Neues. Bevor wir uns über nahöstlich-muslimischen Fanatismus verbreiten, sollen wir uns an die eigene Geschichte erinnern: Vor etwa über 60 Jahren gab es auch bei uns genügend Leute, die mit dem Ruf „Führer befiehl, wir folgen Dir!“ sich selbst und andere in den sicheren und sinnlosen Tod führten; Leute, die noch fanatisch weiterkämpften, als der Krieg längst verloren war und die jene, die nicht mehr mitmachen wollten, an die Wand stellten.

    Oder: Die japanischen Kamikaze-Piloten, die sich mit ihren Sprengstoff-gefüllten Flugzeugen auf US-Schiffe stürzten, obwohl auch hier der Krieg sichtbar verloren war.

    (Selbst-)mörderischer Fanatismus als breite Bewegung ist kein Alleinstellungsmerkmal nahöstlicher, „vormoderner“ Gesellschaften. Er kommt allerdings in Gesellschaften, die von einer Tradition des westlich-rationalen Denkens geprägt sind, so gut wie nicht vor. Und um das gleich zu beantworten: Nazi-Deutschland und das von einer Militärkaste beherrschte Japan gehörten bei aller technologischen Modernität damals nicht zu den westlich-rationalen Gesellschaften, weil sie einem völkisch-rassistischen Wahn huldigten.

    Gemeinsam war Hitler-Deutschland und dem militaristischen Japan das tiefe Gefühl, benachteiligt zu sein, nicht den gebührenden Platz unter den Staaten und Völkern einnehmen zu können. Deshalb führte Hitler einen „Lebensraum“-Krieg in Osteuropa und Japan besetzte halb China und drei Viertel Südostasiens. Sie wollten – mit größtmöglicher Brutalität – ihren „Platz an der Sonne“.

    Die arabischen, pakistanischen, afghanischen, indonesischen, philippinischen, malaysischen iranischen Muslime, die zum Al-Kaida-Netzwerk und anderen, geistesverwandten Gruppen gehören, empfinden sich ebenfalls als Benachteiligte. Der Westen ist schuld an der eigenen Rückständigkeit, Machtlosigkeit und Demütigung.

    Das ist natürlich nicht wahr. Ebenso wenig wie die „jüdisch-bolschewistisch-plutokratische Verschwörung“ oder „der Imperialismus“ schuld war an der vermeintlichen Unterdrückung Deutschlands oder Japans, ist „der Westen“ schuld an der Rückständigkeit der muslimischen Welt. Es gab Fehler und möglicherweise auch Verbrechen des Westens, aber die Hauptursache liegt in den Defiziten der muslimischen Gesellschaften selbst. Diktaturen, „failed states“, nicht legitimierte Herrschafts-Cliquen, Ungerechtigkeit und die Abwesenheit von Zivilgesellschaften dominieren.

    Das bedeutet in der Praxis, dass diese Gesellschaften noch sehr lange Terroristen produzieren werden. Deren sinnloser, nicht zu gewinnender Krieg wird uns noch lange bedrohen. An neuen Rekruten mangelt es offenbar nicht. Wenn Wahnideen einmal zur breiten Bewegung werden, und das ist der Terrorismus geworden, bedeutet das einen langen, harten Kampf. (Hans Rauscher/DER STANDARD, Printausgabe, 3.7.2007)

  9.   seyma

    Schärfere Gesetze führen zu mehr Sicherheit? Der Terrorismus stellt sicher eine große Gefahr für ganz Europa und für die Welt. Großbritannien musste die IRA jahrelang bekämpfen, aber Gesetzesänderungen waren damals nicht so ein großes Thema. Mit der Islamophobie hingegen sind Gesetzesänderungen nicht mal mehr diskutierbar.

  10.   Molinocampo

    Wie meinen Sie das, Seyma?

    „Gesetzesänderungen seien nicht einmal mehr diskutierbar?“

    Meinen Sie, daß unter dem ständigen Vorwurf angeblicher „Islamophobie“ keine angemessenen anti-Terror-Gesetze (wie gegen andere, nichtislamische Terrorbewegungen) möglich seien?

    Da könnten Sie Recht haben.

    Aber falls Sie das anders gemeint haben – ein kleiner Hinweis auf Unterschiede des islamischen Terrors (ich habe mir zwischenzeitlich abgewöhnt zwischen „islamistischem“ und „islamischem“ – kriminellem, zivilisationsunfähigem – Fehlverhalten zu unterscheiden: die Schnittmengen zwischen den Zielen des Islamismus und des mainstream-Islam sind inzwischen einfach zu groß und eine inhaltlich-lebensweltliche Trennung kaum mehr möglich):

    Der Terror der IRA oder auch der Basken (so verwerflich, und im Falle der Basken inzwischen auch nur noch kriminell) ist in seinen Zielen, wie in seiner Geographie begrenzt. Er wendet sich gegen bestimmte Staaten, nicht gegen bestimmte (westliche) Lebensformen an sich.
    Daher sind die notwendigen Anti-Terror-Maßnahmen gegen IRA oder ETA auch nicht mit den Schritten vergleichbar, die gegen den islamischen Terror notwendig wären.

    Herr Lau hat Recht: wenn sich die angeblich von den Zielen des Islamismus so ferne „schweigende Mehrheit“ der Muslime nicht schnell, überzeugend und lautstark vom Terror der radikalen Minderheit distanziert (ja, vielleich sogar heimlich bejubelt – dafür gabs und gibts genug Beobachtungen auch bei uns in Deutschland – Verbrennnung deutscher Flaggen durch den „migrantischen Hintergrund“ auf Berliner Schulhöfen im Jubel nach dem 11. September etc.), muß sie gewahr sein, daß sie für deren Taten (schließlich rechtfertigen die Islamisten ihre Taten mit den vorgeblichen Interessen und Wünschen „der Muslime“) zur Rechenschaft gezogen wird – so wie die Deutschen, die mehrheitlich eben nicht und niemals Nazis waren, sich im 2. Weltkrieg schließlich für die Untaten der Nazi-Kader zu bezahlen hatte.

 

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