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Die Freiheit, religiöse Gefühle zu verletzen…

 

…ist eine wichtige Grundfreiheit, ohne die es keine freie Gesellschaft geben kann. Jahrelang haben wir immer wieder die schrecklichen Fälle der Beschränkung der Meinungsfreiheit im Namen des „Respekts“ vor der Religion zur Kenntnis genommen, die sich in Ländern wie Iran, Saudi-Arabien, Ägypten abspielten.

Aber zunehmend werden auch in den freien Gesellschaften des Westens Anti-Blasphemie-Gesetze verabschiedet, und es gab kürzlich gar eine UN-Resolution, die Verunglimpfung religiöser Inhalte verbieten will. Dagegen wendet sich dieser engagierte Kommentar in der Washington Post. Auch das ist eine wichtige Osterbotschaft:

But now an equally troubling trend is developing in the West. Ever since 2006, when Muslims worldwide rioted over newspaper cartoons picturing the prophet Muhammad, Western countries, too, have been prosecuting more individuals for criticizing religion. The „Free World,“ it appears, may be losing faith in free speech.

Emblematic of the assault is the effort to pass an international ban on religious defamation supported by United Nations General Assembly President Miguel d’Escoto Brockmann. Brockmann is a suspended Roman Catholic priest who served as Nicaragua’s foreign minister in the 1980s under the Sandinista regime, the socialist government that had a penchant for crushing civil liberties before it was tossed out of power in 1990. Since then, Brockmann has literally embraced such free-speech-loving figures as Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, whom he wrapped in a bear hug at the U.N. last year.

The U.N. resolution, which has been introduced for the past couple of years, is backed by countries such as Saudi Arabia, one of the most repressive nations when it comes to the free exercise of religion. Blasphemers there are frequently executed. Most recently, the government arrested author Hamoud Bin Saleh simply for writing about his conversion to Christianity.

While it hasn’t gone so far as to support the U.N. resolution, the West is prosecuting „religious hatred“ cases under anti-discrimination and hate-crime laws. British citizens can be arrested and prosecuted under the 2006 Racial and Religious Hatred Act, which makes it a crime to „abuse“ religion.

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309 Kommentare

  1.   PBUH

    Die ungeheuerlichsten Fälle in Europa schön zusammengefasst, fehlt eigentlich nur die Veranstaltung in Köln.

    Gibt übrigens ein schönes Filmchen dieser kölner Bürgerbewegung dazu, das kann der Blogmaster hier ja mal posten :-))


  2. @ PBUH: Redefreiheit ist gerade wichtig für Leute, die ich persönlich verachte und für absolut im Irrtum halte. Aber Redefreiheit heißt nicht, dass ich jeden Sch… featuren muss.

  3.   PBUH

    @Jörg Lau

    Sie sind heute wohl ein bisschen gereizt, dabei soll Ostern doch befreiend wirken.


  4. Jörg Lau

    Danke, dass Sie das Thema aufgreifen. Ohne Meinungsfreiheit ist die Demokratie am Ende.


  5. PBUH

    Meinungsfreiheit ist ein Thema, das grösser ist als das Thema Islam. Im Moment ist es zwar diese Ideologie, die uns konkret am meisten zu schaffen macht, aber ich wette, die nächste wartet schon in einem dunklen Loch. Es braucht nicht mal eine Religion zu sein.

  6.   PBUH

    @FreeSpeech

    Natürlich, ich glaube an die Vernunft und daran das unter der objektiven Betrachtung aller Fakten jeder rationale Mensch zum gleichen Schluss kommen muss.

    Deswegen brauchen wir auch einen freien Gedankenaustausch und keine Verbote.

  7.   Miriam

    Die Freiheit, religiöse Gefühle zu verletzen, wird von einer Mehrheit im UN Human Rights Council (Menschenrechtsrat), nicht gutgeheißen.

    Am 26. März 2009 verabschiedete die UN Human Rights Council in Genf die Resolution
    „10/22 Combating defamation of religions“, die wohl alle das enthält, was man aus dem ersten (OIC-geprägten) Entwurf des Durban Outcome Document hat streichen können.

    Um welche Religion es in der Resolution eigentlich geht, wird im folgenden Absatz deutlich:
    „Noting with concern that defamation of religions and incitement to religious hatred in general could lead to social disharmony and violations of human rights, and alarmed at the inaction of some States to combat this burgeoning trend and the resulting discriminatory practices against adherents of certain religions and, in this context, stressing the need to effectively combat defamation of all religions and incitement to religious hatred in general and against Islam and Muslims in particular, (…)“

    Verurteilt werden auch mediale Angriffe auf religiöse Symbole und „venerated Persons“ (verehrte Personen = Mohammed und Co.)
    (…)
    „Deplores the use of the print, audio-visual and electronic media, including the Internet, and any other means to incite acts of violence, xenophobia or related intolerance and discrimination against any religion, as well as the targeting of religious symbols and venerated persons;“

    Das Abstimmungsergebnis:
    Adopted by a recorded vote of 23 to 11, with 13 abstentions. The voting was as follows:
    In favour: Angola, Azerbaijan, Bahrain, Bangladesh, Bolivia, Cameroon, China, Cuba, Djibouti, Egypt, Gabon, Indonesia, Jordan, Malaysia, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Philippines, Qatar, Russian Federation, Saudi Arabia, Senegal, South Africa;
    Against: Canada, Chile, France, Germany, Italy, Netherlands, Slovakia, Slovenia, Switzerland, Ukraine, United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland;
    Abstaining: Argentina, Brazil, Bosnia and Herzegovina, Burkina Faso, Ghana, India, Japan, Madagascar, Mauritius, Mexico, Republic of Korea, Uruguay, Zambia.]
    (http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/10session/ -(Clicken auf „Resolutions adopted at the 10th Session“)

    Hier zwei interessante Links zur Verabschiedung der Resolution:

    http://www.centerforinquiry.net/news/cfi_condemns_united_nations_resolution_on_defamation_of_religions/

    http://www.centerforinquiry.net/uploads/attachments/CFI_statement_on_advocacy_of_religious_hatred.pdf

  8.   word

    @ Miriam

    Wieso haben ausgerechnet Kuba und China dafür gestimmt??

  9.   Samuel

    @ word
    „Wieso haben ausgerechnet Kuba und China dafür gestimmt??“
    Interdiktaturelle Solidarität?

  10.   word

    „She recently denounced Mohammad as a pedophile for his marriage to 6-year-old Aisha, which was consummated when she was 9.“

    „As insulting and misinformed as views like Winter’s may be“

    Der Autor prangert die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch religiöse Lobbies an und distanziert sich gleichzeitig von den Aussagen, die er rechtlich geschützt sehen will mit dem Hinweis auf „Misinformation“. Natürlich versucht Frau Winter auf billige Weise Stimmung zu machen und den Sachverhalt für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren, aber unabhängig von der jeweiligen Person frag ich mich:

    Ist es denn wirklich falsch jemanden, der sexuell mit einer Neunjährigen verkehrt als pädophil zu bezeichnen? Und wieso ist es „insulting“ wenn islamische Quellen zitiert werden? Muslime möchten doch gerne, dass man sich genauer mit den Inhalten ihrer Religion beschäftigt, glauben aber naiverweise, dass man den Islam dann liebgewinnt. Wahrscheinlich wissen die meistens selbst erschreckend wenig. Oder will uns Mr. Turley sagen, dass es islamische Quellen gibt, die „beweisen“, dass das Mohammed ganz sicher nie und nimmer getan hat?
    Es gibt wohl auch Hadithe wo Aische 14 Jahre alt ist. Ich weiss aber nicht, ob die als „sahih“ (=authentisch) gelten.

    „Den Überlieferungen (hadīth) folgend in den beiden von orthodoxen Muslimen als am zuverlässigsten angesehenen Sammlungen von Buchārī und Muslim ibn al-Haddschādsch war Aischa bei ihrer Heirat mit Mohammed sechs und beim „Vollzug der Ehe“ neun Jahre alt. Sie soll Mohammed bis in seine letzte Stunde begleitet haben.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi_Bakr

    Wenn es den Muslimen so peinlich ist, warum unterbinden sie dann nicht die durch Mohammeds ewig gültiges Vorbild legitimierten Zwangsheiraten von kleinen Mädchen? Das wäre ein Grund weniger für Spott und ein Grund für echten Respekt.

    Seltsam, auch in Indien ist man komischerweise genauso „misinformiert“ wie in Österreich über das Vorbild aller Muslime in allen Lebenslagen:

    „I don’t respect the idea that we should follow a ‚Prophet‘ who at the age of 53 had sex with a 9-year-old girl, and ordered the murder of whole villages of Jews because they wouldn’t follow him.“

    Mohammed war letztlich auf seine Weise schon genial, vielleicht so wie Moses, Joseph Smith, Napoleon oder Dschingis Khan, aber eher nicht so wie Jesus oder Buddha.

 

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