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Neukölln: Mobbing gegen deutsche Schüler

 

Ein Bericht von der couragierten Journalistiin Güner Y. Balci, selber in Neukölln aufgewachsen, über die Probleme der deutschen Minderheit in Neuköllner Schulen. (Hier online sehen.)

Unmögliche Zustände. Und der unfähige Berliner Integrationsbeauftragte tut nichts. 

Güner Balci ist entsetzt darüber, das Neukölln ihrer Kindheit zusehends in ein Ghetto verwandelt zu sehen, in dem sich die türkischen und arabischen Jungs gegenseitig in ihrer Identität als gefährliche Loser bestätigen und festhalten.

Gut, dass Panorama so etwas sendet, trotz der offensichtlichen Bauchschmerzen der Moderatorin, die anfangs herumeiert, die NPD könnte solche Meldungen über Gewalt gegen Deutsche missbrauchen. 

Man darf sich von Rechtsradikalen nicht diktieren lassen, worüber geredet werden darf. 

Was Güner Balci an Neukölln vermisst, ist das frühere Gemisch in diesem Stadtdteil, der streckenweise nicht mehr multikulturell, sondern monokulturell ist.

86 Kommentare

  1.   Zagreus

    Man darf sich von Rechtsradikalen nicht diktieren lassen, worüber geredet werden darf. “ – ach?

    Was Güner Balci an Neukölln vermisst, ist das frühere Gemisch in diesem Stadtdteil, der streckenweise nicht mehr multikulturell, sondern monokulturell ist.“ Stimmt, das sehe ich selbst immer weider mit unbehagen – seit jahren immer mehr bürkaträgerinnen und offensichtlich : immer weniger und unauffälligere nicht-orientalen. Auch wenn man über die jahre immer wieder über den sog. *Türkenmarkt* – Freitags am Maybach-ufer (ist kreuzberg aber noch) läuft, fällt es einem auf, obwohl das eine echt positive ‚Multikulturelle veranstaltung‘ ist.

  2.   Miriam

    Tati hat den Bericht gestern verlinkt. Als ich die Textversion
    (http://daserste.ndr.de/panorama/media/panoramaleiharbeiter114.pdf) las, fühlte ich mich sofort an Jonathan Lethems teilautobiographischen Roman, „Fortress of Solitude“ erinnert. Lethem wuchs in Brooklyn als Kind weißer Mittelschichtseltern auf. Er war eins von drei weißen Kindern in seiner Schule (seine Eltern waren Idealisten, die „nicht nur über Integration reden, sondern sie auch vorleben wollten“. Für den kleinen Jonathan war das „noble Experiment“ seiner Eltern die Hölle:

    Hier ein Auszug aus einem Guardian-Bericht über den jungen Autor:

    „(…) One of the elusive feelings he discovered when confronting his growing up was fear. As a child, Lethem was subjected to daily bullying and intimidation at his local schools, which had numbers rather than names. Looking back, he says the fear came as a surprise to him. ‚It was only as I wrote about it that I began to find paths of access to feelings that were intolerable to me then. So those became the subject.‘

    His humiliations mostly came when he wandered off his strict patch, and generally involved what he called a ‚yoke‘ – a headlock – being put on him while his pockets were emptied of change. His tormentors were always black, and he often felt they seemed almost duty bound to mug him. Recounting the experience through the character of Dylan, he encountered complicated feelings of guilt as well as anger. One of the reasons for this is that he felt that in some ways he deserved this treatment, that both he and his attackers knew he was a tourist in this place, that the colour of his skin and his parents‘ connections with a wider world gave him an escape route. ‚I was having it explained to me,‘ he says, ‚in a difficult conversation that involved having my head put in a headlock, that this was my world and I would be temporarily punished for intruding on certain blocks in my neighbourhood, but that ultimately the game was rigged, and I had the right skin tone.‘ “

    http://www.guardian.co.uk/books/2003/dec/14/fiction.features1

  3.   Peer

    Ich habe den Bericht angeschaut und war entsetzt über die Zustände, die die Kinder schildern und die sich vor der Kamera abspielen.

    Und gerade in Verbindung mit dem letzten Artikel in Ihrem Blog, Herr Lau – über die Veränderungen der Schulen in Harlem – kann ich mich nur über die politische Vorgehensweise des Laisser-faire und des „Kopf-in-den-Sand-steckens“ hierzulande wundern.
    Ich nenne bewusst keine Parteien, denn diese deutsche Multi-Kulti-Akzeptanz auf Kosten unseres Staates scheint sich inzwischen quer durchzuziehen.

    Appeasement nennt sich meines Wissens nach das Verhalten, was von offizieller Seite an den Tag gelegt wird – sich anbiedern bei den Verursachern solch schlimmer Zustände, deren man nicht mehr Herr wird.

    Warum haben die Volksvertreter solche Scheuklappen auf?

    Meinen sie denn wirklich, mit ihrem kraftlosen Appellieren an Verständnis und Integrationsbereitschaft der deutschen Bevölkerung ändern sie irgend etwas an diesen Zuständen zum GUTEN?

    Aber was ich noch viel schlimmer finde ist Folgendes:
    Mit dieser „Wir müssen uns anpassen“-Aussage des Schulleiters (mit der er faktisch die Leitung seiner Schule pöbelnden und prügelnden Migrantenjungen überlässt), nimmt er ALLEN Schülern an seiner Schule die Chance auf eine gute Bildung und damit auf einen guten Ausbildungs- oder Studienplatz und den Start in ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Erwachsenenleben.

    Nun gut, die zu Wort kommenden Migrantenjungs finden es ja „cool“, sich wie „Gangsta“ zu benehmen und möglichst wenig zu lernen und belästigen ihren deutschen Mitschüler, weil er im Unterricht aufpasst und mitarbeitet, der „Sch…streber“.

    Aber wir alle als Erwachsene, auch die Politiker, die für solche Zustände mitverantwortlich sind, sollten es besser wissen als die Pubertierenden – als dummer „Gangsta“ kommt man nicht zu gutbezahlten und interessanten Jobs, sondern nur in die Kriminalitätsstatistik.
    Und ganz ehrlich – wie lange will und kann sich Deutschland so etwas noch leisten?

    Ich jedenfalls tue alles, was ich kann, dafür, dass meine Kinder später die Möglichkeit haben, ihren Wohn- und Arbeitsort auf dieser Welt frei zu wählen. Danach, wo sie sicher und in guter Nachbarschaft leben können.

  4.   Rojas

    Tja, es gibt manche, die sagen, „Multikulti“ wäre ein Experiment einiger pseudo-liberaler intellektueller Deutscher aus der Oberschicht und oberen Mittelschicht (Heiner Geissler, Burkhard Hirsch, Hans-Christian Ströbele, Werner Schiffauer usw.), die mitsamt ihren Kindern fernab der Ghettos leben, und die ethnisch deutschen Kinder der eher unteren Schichten müssten diese „Multikulti-Utopie“ nun „ausbaden“…

    Auch Jörg Lau schrieb ja schon 2005 von den „Brutalen Prinzen“, muslimischen Schülern, die einer deutschen Mitschülerin, an welcher sie sich zuvor „sexuell ausprobiert“ hatten, das ungeborene Kind aus dem Leib traten:

    http://www.zeit.de/2005/51/Moabit

    Und 2003 schrieb Roland Kirbach über den Terror, den deutsche Schüler (und auch ein italienischer Schüler) durch ihre türkischen Mitschüler an der Schlossparkschule in Stadthagen erleiden mussten, die z.B: jeden Geburtstag eines ihrer Mitschüler als Anlass für eine Prügelorgie sahen:

    http://www.zeit.de/2003/10/Schlossp_schule

  5.   tati

    Gut, dass Panorama so etwas sendet, trotz der offensichtlichen Bauchschmerzen der Moderatorin, die anfangs herumeiert, die NPD könnte solche Meldungen über Gewalt gegen Deutsche missbrauchen.
    Man darf sich von Rechtsradikalen nicht diktieren lassen, worüber geredet werden darf.

    Herr Lau, genau dieses Rumeiern im Vorspann der Sendung ist der eigentliche Skandal. Wir leben anscheinend in einem Staat, wo man sich für die Wahrheit entschuldigen muss, wenn der Schuldige nicht ins Bild des medial und politisch inszenierten Menschenbildes passt.
    Zu dieser Entschuldigungs- und Selbstverleugunungsmaschinerie
    passt die NDR-Moderatorin genauso wie der kinderlose Integrationsbeauftragte und ebenso die stummen Lehrer. Deren grösste Sorge besteht augenscheinlich darin, daß sich andere Gruppen des Themas bemächtigen – weil sie selbst gnadenlos versagt haben – diese politisch korrekten Abziehbilder ihrer selbst.


  6. Türkische und arabische Schläger als Multikulti-Gegner. Immer mal wieder was Neues.


  7. Was den Berliner Integrationsbeauftragten Piening angeht. Ich glaube, dass seine Initiative „Mein Markenzeichen: Respekt“

    http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de/

    gerade von türkischen und arabischen Problemkindern sehr gut angenommen wird: „Respekt, Alter, Respekt! Sonst Fresse!“ Wenn es um die Durchsetzung von Pienings Forderung geht, wird der eine oder andere bestimmt auch eine begrüßenswerte Eigeninitiative an den Tag legen.

  8.   tati

    @lebowski

    aus Ihrem link:

    #Wer andere Menschen wegen Aussehen, Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion, Kleidung oder Lebensweise herabsetzt oder ausgrenzt, trifft auf unseren Widerstand.
    Wir zeigen Gesicht. #

    Wie war das nochmal mit den Thor Steinar Klamotten…..

  9.   Hein

    „Wie war das nochmal mit den Thor Steinar Klamotten…..“

    Ach wie goldig. Kein Rassismus gegen Nazis – oder so. 🙂

    Hat nicht Miriam gerade vor kurzem darauf hingewiesen, dass die größten Verfassungsfeinde ganz besonders auf ihr Recht beharren?


  10. @ tati 8: Was zum Teufel soll das?

 

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