‹ Alle Einträge

Christen in Pakistan von Mob verbrannt

 

In der nordwestpakistanischen Stadt Gojra im Punjab sind mehrere Angehörige der christlichen Minderheit einem Mob zum Opfer gefallen, der offenbar gezielt von Extremisten aufgehetzt wurde. In der vergangenen Woche wurde das Gerücht gestreut, ein Exemplar des Koran sei während einer christlichen Hochzeit entweiht worden.

Daraufhin hatten sich tagelang Ausschreitungen aufgeputschter Muslime ereignet, die darin kulminierten, dass mehrere Häuser angezündet wurden und die darin lebenden Christen verbrannten.

Es ist die Rede von mindestens sieben Opfern, manche pakistanische Medien vermuten gar Dutzende Tote.

Die Regierung spricht von einer „offenbar gezielten Provokation durch Radikale“. Die Zeitung „Dawn“ zitiert Stimmen, die das viel zu zaghafte Eingreifen der Polizei kritisieren.

Der pakistanische Minderheiten-Minister Bhatti trat dem Gerücht entgegen, ein Koran sei entweiht worden und versprach den Christen Entschädigung.

Mag sein, dass Extremisten die Hand im Spiel hatten. Aber: Welch ein Land, in dem ein solches bizarres Gerücht ausreicht, um die Brandschatzung Dutzender Häuser auszulösen!

0 Kommentare

  1.   tati

    Der pakistanische Minderheiten-Minister Bhatti trat dem Gerücht entgegen, ein Koran sei entweiht worden und versprach den Christen Entschädigung.

    Tja Herr Lau, wenn nun tatsächlich ein Christ einen Koran beschädigt hätte mit den gleichen Konsequenzen von Brandschatzung und Mord wie geschildert – dann gäbe es sicher keine Entschädigung.
    Denn ein kaputter Koran ist natürlich schlimmer als 50 abgefackelte Häuser und 7 Tote.

    Mag sein, dass Extremisten die Hand im Spiel hatten. Aber: Welch ein Land, in dem ein solches bizarres Gerücht ausreicht, um die Brandschatzung Dutzender Häuser auszulösen!

    Dazu braucht es in Pakistan keine „Extremisten“. Der mob dort vor Ort rekrutierte sich aus der normalen muslimischen Bevölkerung – so wie überall in den Staaten, wo die Muslime in grosser Mehrheit leben.

  2.   Rafael

    Gab es außer dem Minderheitenminister auch Kleriker oder lokale Politiker, die die Tat (die Brandschatzung, nicht die Koranschändung) verurteilt haben? Lichterketten? Solidaritätskundgebungen? Irgendwas, das Hoffnung macht?

  3.   tati

    @Rafael

    Lichterketten von Muslimen für Christen ??

    In einem Land, in dem auf Blasphemie des Islam und seines Propheten die Todesstrafe droht.

    ‘Death only punishment for blasphemy’

    http://tinyurl.com/lflol7


  4. Das sollte einen Sorge machen. In Europa reichen mittlerweile auch schon ein paar Bildchen, den Mob auf die Straße zu treiben. Die Leute suchen ein Ventil für ihre eigene Unzufriedenheit und da reicht eine falsche Anschuldigung, ein nichtiger Anlass oder sonst ein blödsinniger Vorwand, die Sau raus zu lassen.

    Wenn man sich den schlechten Zustand anschaut, in dem sich bspw. die arabische Welt (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30853/1.html)befindet, kann man davon ausgehen, dass auch in Zukunft weiterhin Anlässe gesucht werden, um auf die Brause zu hauen, egal ob es nun Mohammed-Karikaturen oder angebliche Koran-Schändungen sind.


  5. Das könnte hier nicht passieren!

    „Mitten im Sommerloch sind türkische Medien auf das Vereinslied des Gelsenkirchener Traditionsklubs gestoßen und haben in dem Text „eine Verhöhnung des Propheten Mohammed“ ausgemacht. In der dritten Strophe des im Jahre 1924 getexteten Schalke-Liedes, das noch heute vor dem Anpfiff jedes Heimspiels von den Fans inbrünstig gesungen wird, heißt es: „Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.“ Strenggläubige Muslime, die sich zugleich als Schalke-Fans bekennen, bedrängen jetzt den Revierklub, die dritte Strophe seiner Vereinshymne zu streichen und drohen sogar mit Boykott der kommenden Bundesligaspiele.“

    http://www.sueddeutsche.de/sport/335/482787/text/

  6.   Samuel

    Moslems ist einfach zu langweilig. Ist ja auch logisch. Sie dürfen nichts, sind frustriert und machen dann Stunk, wann immer sich Gelegenheit bietet.

  7.   Zagreus

    „Mag sein, dass Extremisten die Hand im Spiel hatten. Aber: Welch ein Land, in dem ein solches bizarres Gerücht ausreicht, um die Brandschatzung Dutzender Häuser auszulösen!“

    –> Bizarr – naja, für uns, nicht für diese Menschen – einfach andere, und zwar fundamental andere, Wert- & Beurteilungsmaßstäbe.

    Als ich das gelesen habe, hab ich mich (beschäftige mich gerade auch etwas damit) erinnert gefühlt an progrome gegen Juden im Mittelalter – bei denen auch zum teil ein gerücht eines Ritualmordes oder eienr Bibelschändung ausgelangt hat, damit ein Mob losrannte und das nächstgelegene Judenviertel niederbrannte.

    Erstaunlicher empfinde ich mehr die reaktionen darauf – vor allem auch hier , gerade auch bei uns.
    Einfach ein vergleich einmal ziehen zwischen den Mord an der Ägypterin Marva in Dresden und diesem Ereignis.

    Wie reagiert die Islamische Welt, angefanngen von dem mann auf der Straße biseben zu regierungstellen in beiden Fällen?
    Und wie reagieren unsere medien udn Politiker darauf? Wo sind die Leitartikel und vielfachen Kommentare über Christenphobie (???) in Islamischen Ländern – über die Islamophobie in Deutschland wurde sich ja genug ausgelassen bei dem Mord – gerade auch in der Zeit – wo also sind die entsprechende gleichwertige journalistische Aufregung , z. B. in der Zeit?
    Nun, wir werde da nichts oder weniger bekommen – das kann man jetzt schon sagen mit einer ziemlichen Sicherheit.
    Und da wird massiv das Empfinden der fairness verletzt bei manch einem, wie z. b. bei mir und da wächst der Zorn udn der Hass.
    Hass nicht auf die Muslime, sondern Hass auf die einseitigen Schweiger, auf die einseitigen Versteher und Abwiegler, auf die, die mit zweierlei Maß messen – je nach persönlicher Agenda sind Lebende und Tote verschieden ‚wert‘.


  8. @zagreus
    „..auf die einseitigen Schweiger, auf die einseitigen Versteher und Abwiegler, auf die, die mit zweierlei Maß messen – je nach persönlicher Agenda sind Lebende und Tote verschieden ‘wert’.“

    Soweit ich das beurteilen kann, wird gar nichts verschwiegen. Der Christenmord war in jeder Zeitung zu finden.
    Mit dem gleichen doofen Argument kommen natürlich auch die Moslems im Fall der Ägypterin.
    Es geht inzwischen nicht mehr um Menschenrechtsverletzungen sondern um Aufmerksamkeitsökonomie. Wer sagt mehr zu welchem Thema. Und wenn der eine meint, dass der andere nicht genug gesagt hat, dann wird losgequengelt: wo bleibt der.., warum schweigt der.. .

  9.   Miriam

    @Lebowski

    Yavuz Özuguz vom Muslim Markt schlägt vor:

    “ Wie wäre es, wenn alle Schalke-Fans, die sich als Anhänger des Islam betrachten, ganz einfach nicht mehr zu Schalke gehen? Vorher könnte man ja noch eine Mail an Schalke versenden, in aller Freundlichkeit und mit aller Sachlichkeit in dem Stil:

    „Sehr geehrte Damen und Herren, als langjähriger Schalke-Fan bin ich erst jetzt auf den Missbrauch des gesegneten und heiligen Namens des Propheten Muhammad – der Friede sei mit ihm – im Vereinslied von Schalke 04 aufmerksam geworden. So gerne ich die Spiele von Schalke 04 auch besuche, haben meine Familie und ich sowie viele Freunde beschlossen, sowohl den Spielen von Schalke 04 fern zu bleiben als auch keinerlei Fan-Artikel mehr zu kaufen, bis jene Strophe aus dem Vereinslied gestrichen wird. Ich gehe nicht davon aus, dass das Lied auf Böswilligkeit gegenüber dem Islam und dem Muslimen beruht, denn sonst würde ich für immer dem Verein den Rücken kehren, sondern auf Unachtsamkeit. Prophet Muhammad ist für uns aber die höchste menschliche Heiligkeit, und sicherlich würden Sie auch nicht beispielsweise Jesus oder nur den Papst, der für Christen eine viel niedrigere Heiligkeit darstellt als Muhammad für Muslime, in solch einem Lied auf diese Weise erwähnen. Daher bitte ich Sie höflichst, schnellstmöglichst auch zu berücksichtigen, dass die Vielzahl muslimischer Anhänger des Vereins einen sensibleren Umgang mit diesem Thema notwendig macht. In der Hoffnung auf Ihr Verständnis usw…“
    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/994.htm

    Wer Özuguz‘ Vorschlag “ Wie wäre es, wenn alle Schalke-Fans, die sich als Anhänger des Islam betrachten, ganz einfach nicht mehr zu Schalke gehen?“ für einen Boykottaufruf hält, wird im folgenden Beitrag eines Besseren belehrt:

    „Dass wir aber keinerlei Abneigung gegen Schalke wegen dem Lied haben, kann man allein daran ersehen, dass wir nie zu einem Boykott gegen Schalke aufgerufen haben! Unsere aktuelle Boykottliste steht im Internet und kann von jedem jederzeit überprüft werden“

    Auf der aktuellen Boykottliste stehen:

    1) Produkte mit Feindseligkeit gegen Islam und Muslime

    Piper-Verlag
    taz (Zeitung)
    TELE 2
    Titanic (sogenanntes Satireblatt)
    http://www.muslim-markt.de/boykott/feindseligkeit_gegen_islam.htm

    2) Produkte, die Symbol einer anti-islamischen Kultur sind

    Produkte, die Symbol einer anti-islamischen Kultur sind, können an sich „harmlos“ sein, aber sie tragen die Symbolkraft einer aggressiven Kultur, von der auch nicht-muslimische Länder wie z.B. Deutschland gefährdet sind.

    Coca-Cola und Pepsi Cola – Symbol des amerikan way of life
    McDonald’s – Symbol von Fastfood (Essen ohne Dankbarkeit)
    Alle Kleidungsstücke, auf denen USA-Fahnen aufgedruckt, aufgenäht oder anders appliziert sind.
    Muslime sind keine Werbefläche für USA!
    Alle Kleidungsstücke, auf denen US-Amerikanische Sportunternehmen wie z.B. Chicago Bulls oder ähnliches aufgedruckt sind.
    Muslime sind keine Werbeflächen für Sportler, die sich für Bullen halten.
    http://www.muslim-markt.de/boykott/symbolen_antiislamischer_kultur.htm

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren