‹ Alle Einträge

Aygül Özkan: „Nicht die Ministerin der Türken“

 

Ein kluger Kommentar heute in der türkischen Tageszeitung „ZAMAN“ über Aygül Özkans Vereidigung:

Ismail Kul gießt etwas Wasser in den Wein der türkischen Begeisterung über „unsere erste Ministerin“: «Wir dürfen die Sache nicht übertreiben. Aygül Özkan ist nicht die Ministerin der Türken. Sie ist die Ministerin, die die CDU gewählt hat und die die gesamte Bevölkerung des Bundeslandes vertreten muss. Vielleicht wird sie sogar härter zu unseren Menschen sein als viele ihrer deutschen Kollegen: vielleicht wird sie sich königlicher als der König fühlen. Zweitens ist es kein Verdienst der türkischen Community. Genauso, wie es nicht das Verdienst der schwarzen Bevölkerung der USA war, dass Obama Präsident wurde. Nun gilt es nicht auf die Ministerin zu schauen, sondern darauf, was sie tut. Ihre Leistung müssen wir uns anschauen. Und was noch wichtiger ist: Der Blick in den Spiegel. Wenn wir uns an diese Reihenfolge halten, werden wir einen guten Weg gehen. In diesem Sinne wünschen wir Aygül Özkan in ihrem neuen Amt viel Erfolg».


57 Kommentare

  1.   PBUH

    Grünen-Chef Cem Özdemir fordert eine globale Islam-Konferenz in Berlin


  2. PBUH

    Finde ich gut. Mal eine Konferenz zu einem wirklichen Problem.

  3.   Beobachter

    Anders formuliert: Die Zeitung warnt vor verfrühtem „Optimismus“ bzgl. der Durchsetzung türkischer Interessen durch die Ministerin, sieht bei ihr aber durchaus Potential.

    Die CDU

  4.   Beobachter

    Die CDU werde ich mit Sicherheit vorerst nicht mehr wählen. Wenn ich Rekordverschuldung, linke Gesellschaftspolitik („Gender Mainstreaming“ etc.) und Migrantenquoten hätte haben wollen, hätte ich meine Stimme direkt einer der linken Parteien geben können. Deutschland braucht nicht noch eine linke Partei, sondern eine liberal-konservative Alternative. Die CDU hat das leider nicht verstanden.

  5.   karin bryant

    Ich denke auch dass Wulff mit der Ernennung von Frau Oezkan neue Waehlerstimmen bekommen wird fuer die CDU ,dass er aber mit der Ernennung und den Aussagen die sie bis jetzt gemacht hat , viele Stammwaehler verlieren wird.
    Vor allen die Forderung von Frau Oezkan dass es mehr tuerkisch-staemmige Richter geben muss damit Tuerken,die vor deutsche Gerichte zitiert werden, nicht das Gefuehl haben muessen von auslaendischen Richtern verurteilt zu werden. Hat Frau Oezkan vielleicht vergessen dass die Tuerken die Auslaender sind?
    Die Sache mit dem Kreuz in Schulen wurde ja schon vom Bundesverfassungs Gericht geregelt, leider scheint sich das nur auf christliche Religions-Symbole zu beziehen denn Muslime klagen sich Gebetsraeume ein und die Anzahl der Kopftuecher in deutschen Schulen steigt staendig an. Dazu kamen noch etliche Artikel in der tuerkischen Presse,die jubelten: Unsere erste Ministerin!
    Da kann man schon sagen dass jedenfalls eine Zeitung erkannt hat dass Frau Oezkan nicht als tuerkische Ministerin agieren kann oder darf sondern dass sie fuer alle Menschen in Niedersachen verantwortlich sein soll.

  6.   kwk

    Weder CDU noch SPD werden sich integrationswilligen Migranten verweigern dürfen! Wir sollten alles unternehmen, um uns nicht in einen Kulturkrampf hineinmanövrieren zu lassen. Minister/innen sollten vielleicht mehr nach Eignung als nach informellen Quotierungen ausgewählt werden. Proporzdenken erhöht nicht unbedingt die Qualität einer Regierung.

    Dass Übernahmehoffnungen (bei Moslems) und Untergangsphantasien (bei nicht Moslems) beflügelt werden, ist mehr ein Fall für (noch einzurichtende) Selbsthilfegruppen unter den jeweiligen Hoffnungsträgern oder Verängstigten.

  7.   PBUH

    Kirchen verwundert über Amtseid

    Özkans Amtseid mit Gottesbezug stößt derweil bei den Kirchen auf Unverständnis. Der Sprecher der Hannoverschen Landeskirche, Johannes Neukirch, sagte der „Bild“-Zeitung, „dass alle drei monotheistischen Religionen denselben Gott verehren, ist ein sehr unspezifisches Gottesbild“.

    Er fügte hinzu: „Wir Christen sehen schon einen deutlichen Unterschied zwischen unserem Gott und Allah.“ Laut Islam ist Jesus lediglich ein Prophet Allahs, „für uns ist er aber Gottes Sohn. Und damit Gott gleichzusetzen“. Auch das Judentum erkenne Jesus nicht als Gottes Sohn an, sagte er.

    Der Sprecher des katholischen Bistums Essen, Ulrich Lota, sagte, „theologisch sind der Gott der Christen und der Gott des Islam nicht gleichzusetzen“. Allah heiße zwar auf arabisch Gott. Syrische Christen fügten aber, wenn sie beteten, den Zusatz „Vater unseres Herrn Jesus Christus“ hinzu, um ihn vom islamischen Allah abzuheben.

    ————————–

    Sehr interessant, die Kirchen haben den Dialüg dann wohl doch genutzt um sich über manche Dinge klar zu werden.

    Solche klaren Aussagen hätte es vor wenigen Jahren jedenfalls nicht gegeben.

    Vielleicht macht die Basis zunehmend Druck.


  8. @ PUPS

    Die Kirchen machen sich damit lächerlich.


  9. @HJS

    Die Kirchen machen sich damit lächerlich.

    Weil Allah schon von Herodot beschrieben wurde?


  10. Nein, weil sie in ihren Statements nicht zwischen Gott und Gottesbildern unterscheiden.

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren