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KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern – Teil 7

 

Jonna und ihre Adoptivmutter, die Affendame Gorilla, wollen sich einen schönen Abend im Restaurant machen, als ein furchtbares Paar am Nebentisch Platz nimmt. Zurück auf dem Schrottplatz wird es nicht besser, denn da taucht Bürgermeister Tord auf, der schon lange versucht, sie von dort zu vertreiben

Von Frida Nilsson

In der Stadt parkten wir auf dem Marktplatz. Ich hatte so ein prickeliges Gefühl überall. In meinem ganzen Leben war ich noch nie in einem Restaurant gewesen! Um diese Zeit waren die Geschäfte geschlossen und nur noch wenige Menschen draußen unterwegs. Wir schlenderten langsam durch die Straßen, um die Vorfreude noch ein bisschen in die Länge zu ziehen. Aber kurze Zeit später blieben wir vor einer grünen Tür mit Glasscheibe stehen, auf der »Restaurant Zur Gasse« stand. »Da wären wir«, sagte Gorilla.

Drinnen roch es so gut, dass mir das Wasser im Mund zusammenlief. Aus den Lautsprechern an der Decke rieselte leises Gitarrengeklimper. Rundherum saßen Leute, aßen und hatten es gemütlich. An den Wänden hingen Bilder mit Schiffen und spanischen Damen in gepunkteten Kleidern. Gorilla hängte ihr Sakko über die Stuhllehne. »Ein Tisch für zwei?«, fragte sie und machte eine professionelle Handbewegung. Ich zog meine Jacke aus. Die Mütze legte ich auf den Stuhl. Es dauerte nicht lange, da kam ein Mann und reichte uns weinrote Mappen. »Guten Abend«, sagte er höflich. »Die Speisekarten.« Gorilla zwinkerte mir zu. »Du darfst dir aussuchen, was du willst«, sagte sie. »Und einen Nachtisch dazu.«

Pizza stand ganz oben. Danach kamen Spaghetti in unzähligen Variationen und Geschmacksrichtungen. »Was bedeutet denn ›à la carte‹?«, erkundigte ich mich. Gorilla streckte sich. »Das ist das Vornehmste«, sagte sie. Ich buchstabierte mich durch die langen Worte: Rinderfilet, Grillteller, Schweinefilet, Hühnchen à la King, Grillspieß, Krabbencocktail, Minutensteak. »Es gibt so viel«, sagte ich. »Und es klingt alles so gut.« Gorilla lächelte zufrieden. Sie zupfte sich einen Zahnstocher aus dem kleinen Spender, der auf dem Tisch stand, und kaute ein wenig darauf herum. »Ich nehme das Rinderfilet«, sagte sie. »Das schmeckt am besten.« Ich dachte noch ein bisschen nach. »Hühnchen à la King«, sagte ich und schlug die Speisekarte zu. »Und Limonade.«

Ich hatte keine Ahnung, was »à la King« bedeutete, aber ich mochte Hühnchen. Im Rainfarn hatte es manchmal Huhn mit weißer Soße gegeben. »À la King« bedeutete etwas Gutes. In der Soße waren nämlich Pilze. Ich versuchte, vornehm und langsam zu essen, aber es fiel mir schwer, denn das Hühnchen schmeckte einfach zu lecker. Gorilla hatte dasselbe Problem. Mehrere Male legte sie ihr Besteck beiseite. »Nee«, murmelte sie mit vollem Mund. »Man darf das Essen nicht so in sich hineinschaufeln.« – »Das ist das Beste, was ich je gegessen habe«, sagte ich. »Für dich auch?« Gorilla nickte und versuchte zu lächeln, ohne dabei die Ofenkartoffeln aus dem Mund zu verlieren. »Doch, doch. So lässt es sich leben. Die Geschäfte laufen wie geschmiert, und das Rinderfilet zergeht auf der Zunge. Eine Welt ohne Kummer.«

Der Ober kam und führte ein paar neue Gäste an ihren Tisch, eine blond gelockte Dame mit langen rosaroten Nägeln und ihren Mann. Der Mann war dick. Er trug Hosenträger und hatte sehr, sehr kurze Haare, die auf dem runden Kugelkopf ziemlich eckig wirkten. »Guten Abend«, grüßte Gorilla wohlerzogen und prostete ihnen zu. Es machte mich ganz stolz, wenn sie sich so reizend benahm. Der Mann versuchte zu lächeln, aber seine Frau hielt ihn zurück. »Sprich nicht mit denen«, tuschelte sie. »Wenn man auch nur einen Pieps mit solchen Säufern redet, wird man sie nicht mehr los und muss sich den ganzen Abend mit ihnen herumschlagen.« Gorilla schluckte. Ich steckte mir einen Champignon in den Mund, aber plötzlich fiel mir das Schlucken schwer. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie die beiden uns argwöhnisch beäugten. »Armes Ding«, zischte die Frau. »Es kann doch unmöglich erlaubt sein, so jemandem ein Kind zu überlassen. Die Kleine hat ja nicht mal ordentliche Schuhe an.«

Langsam wurde Gorilla nervös und damit auch ungeschickt. Scheppernd fiel ihr die Gabel auf den Boden. »Hoppla«, sagte sie und lächelte unsicher zu dem anderen Tisch hinüber. Schnell hob sie die Gabel wieder auf und wischte sie sorgfältig an ihren Leggins ab. Die Frau sah aus, als wäre eine Stinkbombe unter ihrer Nase explodiert. »Hast du das gesehen?«, flüsterte sie ihrem Mann zu. »Wie können sie so jemanden überhaupt hier reinlassen? Nein, nein, nein, mir vergeht der Appetit.« – »Ja, ja, ja«, knurrte der Mann. »Am besten gar nicht hinsehen.« Aber die Frau angelte ihre Handtasche und zog einen Hunderter hervor. »Irgendetwas muss man doch für das Kind tun«, sagte sie. Und mit einem spitzen Lächeln wandte sie sich an Gorilla: »Entschuldigung. Das hier ist ein kleiner Beitrag, damit das Mädchen neue Schuhe bekommen kann.« Verdutzt starrte Gorilla den Hunderter an. »Aber wagen Sie es nicht, das Geld zu versaufen!«, sagte die Frau mit strenger Miene. »Es ist ausschließlich für beherzigenswerte Zwecke.«

Meine Wangen brannten. Es kam mir so vor, als würde das ganze Restaurant uns anstarren. Von dem vielen Essen war mir ganz schlecht, und Gorilla starrte noch immer nur auf den Geldschein. Dann fing sie an, schwer zu atmen. Ihr Bauch hob sich und sank zurück, schneller und schneller, als bekäme sie nicht mehr genug Luft. »Nimm deine Mütze«, knurrte sie. Ich schaute sie erstaunt an. »Was?« – »Habe ich dir nicht gesagt, du sollst die Mütze auflassen, wenn du zu Abend isst?!«, brüllte sie. »Nein…«, sagte ich, aber Gorilla unterbrach mich. »DOCH! Und jetzt tu endlich, was ich dir sage!« Erschrocken zog die Frau ihren Hunderter zurück. Ich setzte die Schiebermütze auf. »Schon besser«, murrte Gorilla. »Am Tisch will ich Mützen sehen.« Ich erkannte diesen Tonfall. Die Frau und ihr Mann starrten uns entgeistert an. Sie waren empört. »Und jetzt hör auf, so vornehm zu tun!«, fuhr Gorilla fort. »Die Gabel reicht! Nur Snobs benutzen ein Messer!« – »Entschuldige«, sagte ich und versteckte ein Lächeln hinter meiner Serviette. »Kleine Kinder brauchen keine Servietten! Als ich klein war, musste ich mir den Mund auch mit dem Unterarm abwischen, und es hat mir sicher nicht geschadet.« Sie nahm einen Kartoffelschnitz mit den Fingern und steckte ihn in den Mund. In mir blubberte das Lachen und ich musste mich wegdrehen und so tun, als würde ich husten. Als ich endlich aufhören konnte zu lachen, waren meine Augen schon ganz rot. »Entschuldige«, piepste ich. »Das hatte ich vergessen.« – »Ja, du vergisst und vergisst!«, donnerte Gorilla, dass ihr die Kartoffelreste aus dem Mund flogen. »Und jetzt legst du gefälligst die Ellenbogen auf den Tisch. Du bist mein Kind, und du sollst lernen, so zu werden wie ich!« Ich beugte mich weit über den Tisch und stellte die Ellenbogen auf. »Genau so«, sagte Gorilla. Als der Ober vorbeikam, wollte sie gerade einen Fuß auf den Tisch legen, aber er warf ihr einen so wütenden Blick zu, dass sie das Bein eilig zurückzog. »Nun«, murmelte sie, »du kannst noch ein bisschen mit dem Stuhl wackeln. Ich werde dir diesen Sauberkeitsfimmel aus dem Kinderheim schon noch austreiben. Und wenn ich dich höchstpersönlich durch den Matsch rolle! Jetzt gibt es Nachtisch. Und du wirst Kognak trinken!« Sie drehte sich zu der Frau und dem Mann um, die wie vom Donner gerührt dasaßen. »Ist es erlaubt, Sie zu einem Pfirsich Melba einzuladen?«, fragte sie. »Und über das Leben zu plaudern?« Die beiden gaben ihr keine Antwort. Ein paar Sekunden später waren die zwei aus dem Restaurant verschwunden. Gorilla zwinkerte mir zu. »Und jetzt essen wir Nachtisch!«

Auf dem Heimweg im Auto schwieg ich. In der Zeit dort draußen auf dem Schrott hatte ich vergessen, was man über Gorilla dachte, wenn man nicht wusste, wie sie in Wirklichkeit war. Es kam mir vor, als wäre eine halbe Ewigkeit vergangen, seit ich selbst ihr zum ersten Mal begegnet war und vor ihren hässlichen Hosen und dem grässlichen Grinsen geschaudert hatte. Gorilla war anders. Sie rümpfte niemals über jemanden die Nase und hob nie unnötig die Stimme. Sie war sie selbst, und ich wünschte mir schon lange nicht mehr, dass sie sich veränderte. Wenn überhaupt, dann sollten sich die anderen ändern. Gorilla schielte zu mir hinüber. »Bist du traurig?«, fragte sie. Ich schüttelte den Kopf: Vielleicht hätte ich traurig sein sollen. Aber die Frau oder ihr Hunderter bekümmerten mich schon gar nicht mehr. »Die Leute sind, wie sie sind«, sagte ich. Gorilla lachte dröhnend auf. »Das hätte ich nicht besser sagen können«, brummte sie dann und gab mehr Gas. »Ach, was für ein neunmalkluges kleines Spätzchen ich habe!«

Eine Welt ohne Kummer. Das hatte Gorilla gesagt, als wir im Restaurant saßen. Aber sie hatte sich geirrt. Am Tag nach unserem feinen Abendessen pladderte der Regen in großen Tropfen auf die Scheiben im Dach. Gorilla las in dem Buch Oliver Twist . Sie kannte es schon, aber es gefiel ihr so gut, dass sie es noch hundert Mal lesen würde, sagte sie. Niemand war so verrückt nach Büchern wie Gorilla. Eines Tages hatte ich aus reiner Neugier durchgezählt, wie viele Bücher sie besaß. Gorilla hatte die ganze Zeit daneben gestanden und behauptet, sie habe keinesfalls mehr als fünfhundert. Wie baff sie war, als ich fertig gezählt hatte und ihr erklärte, dass es dreitausendeinhundertzwei waren!

Ich saß auf Gorillas Bett und blätterte in einem Buch über die berühmtesten Rallyefahrer aller Zeiten. Jetzt, wo ich selbst dabei war, Autofahren zu lernen, fand ich es ganz schlau, mir bei den großen Meistern ein paar Tipps zu holen. Ab und zu sah Gorilla von ihrem Buch auf. »Irgendwann musst du das hier mal lesen«, sagte sie. »Auch wenn es stellenweise etwas eigentümlich ist. Sieh mal.« Sie hielt das Oliver Twist- Buch hoch und zeigte mit ihrem schwarzen Finger auf eines der Worte. »Abentheuer«, sagte sie. »Das Buch ist so alt, dass sogar die Rechtschreibung noch alt ist. Abenteuer wurde damals Abentheuer geschrieben.« Und es war wirklich komisch, dass sie gerade in diesem Moment ein Abenteuer zur Sprache brachte. Denn schon kurz darauf sollte das größte Abenteuer in meinem und Gorillas Leben seinen Anfang nehmen. Das Ende der Sorgen würde noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.

Als es an der Tür klopfte, schaute Gorilla erstaunt auf. »Was? Jetzt?«, sagte sie und legte ihr Buch beiseite. »Es ist doch Sonntag.« Noch bevor sie es zur Tür geschafft hatte, klopfte es schon wieder, ja es polterte fast. »Ja, ja«, rief Gorilla und drehte den Schlüssel um. »Sie schlagen mir ja gleich die Tür ein!« Als sie öffnete, krampfte sich mein Magen zusammen. Tord war zurückgekommen. Er war nass wie ein ertränkter Badeschwamm. »Jetzt lassen Sie mich schon rein!«, rief er. Gorilla stemmte die Hände in die Hüften. »Ich weiß nicht, ob ich das möchte«, knurrte sie zurück. »Hat man nicht mal mehr am Wochenende seine Ruhe?« – »Ah!« Tord drängte sich in die Wärme. Er nahm seinen Hut ab und schüttelte ihn aus. Dann strich er sich die Haare zurück, die in nassen Strähnen auf seiner Stirn klebten. Als er mich sah, lächelte er.

»Hallo, du«, sagte er. Seine grauen Augen sahen mich starr und nichtssagend an. Wie die eines toten Fisches. Gorilla richtete sich zu voller Größe auf. »Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen sie in Frieden lassen«, knurrte sie. Ich griff nach der großen Pferdedecke, unter der Gorilla immer schlief, und verkroch mich darunter. Durch einen kleinen Spalt lugte ich nach draußen. Tord machte ein paar lockere Schritte in den Raum hinein. Er legte seinen Hut auf einen Hocker und nahm alles in Augenschein, das Durcheinander, die Bücherberge, das schmutzige Geschirr auf dem Boden und die zerbrochenen Fensterscheiben. »Aha, so sieht es hier also aus. Wie hübsch«, sagte er, obwohl ganz deutlich zu hören war, dass er genau das Gegenteil meinte.

Gorilla machte einen Schritt auf ihn zu und packte ihn fest am Oberarm. »Verflixt noch mal, jetzt reicht es mir aber wirklich mit Ihnen!«, knurrte sie und zerrte ihn zur Tür. »Raus und lassen Sie sich nie mehr hier blicken!« Aber Tord riss sich los. »Pfoten weg!«, fauchte er. »Was ich zu sagen habe, wird Sie mit Sicherheit interessieren.« Er warf einen Blick in meine Richtung. »Ich war im Kinderheim Rainfarn.« Ich zuckte zusammen, als dieser Name fiel. Gorillas Zorn verlor an Fahrt. »Ach ja?«, sagte sie mit belegter Stimme. Tord nickte. »Da ich der Bürgermeister dieser Stadt bin, muss ich von Zeit zu Zeit auch die Kinderheime inspizieren. Und vor einer Weile besuchte ich nun also das Rainfarn. Wo Sie ja offensichtlich auch gewesen sind.« Gorilla schluckte. »Alles lief genau nach Vorschrift«, sagte sie. »Ich habe Papiere mit der Unterschrift der Heimleiterin und allem, was dazugehört.« Tord lächelte. »Tja«, sagte er. »Nun ist es aber so, dass man sehr gründlich sein muss, wenn eine Adoption stattfinden soll. Und als ich gesehen habe, dass Sie ein Kind hier draußen haben, da bin ich hellhörig geworden.«

Er fing an, auf und ab zu wandern. »Als ich dann ins Rainfarn kam, da wurde mir so einiges klar. Denn als ich Sie und Ihr Kind erwähnte, da wurde die Heimleiterin so nervös, dass sie mir im Handumdrehen erzählte, wie es wirklich gewesen war. Das Rainfarn war offenbar überbelegt, und für so etwas kann man einen Tadel bekommen. Und just an dem Tag, an dem der Brief mit der Ankündigung meines Inspektionsbesuches eintraf, kamen auch Sie. Da sah die Heimleiterin die Möglichkeit gekommen, ein Kind loszuwerden, obwohl sie wusste, dass sie einen Fehler machte.« Er schüttelte den Kopf. »Jemand wie Sie kann sich nicht um ein Kind kümmern.« Gorilla stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. »Sie-Sie-Sie können nichts dagegen unternehmen«, stotterte sie. »Ich habe die Papiere mit-mit-mit der Unterschrift der Heimleiterin.« – »Unterschriften kann man für ungültig erklären«, sagte Tord.

Ich spürte einen Stich im Magen. »Nein!«, schrie ich, rannte zu Gorilla und presste mich an ihr Bein. Sie streichelte mir über den Kopf und schien auch ihre Stimmbänder wiedergefunden zu haben. »So, so, so«, sagte sie in einem fort. Tord spitzte den Mund. »Es ist ein Komitee ernannt worden, das morgen um Punkt drei zu einem Hausbesuch hier sein wird«, sagte er. »Das Haus wird inspiziert und im Anschluss wird eine Entscheidung in der Frage fallen, ob das Mädchen zurück ins Heim kommt oder nicht.« Gorilla durchbohrte ihn mit ihrem Blick. »Darf man fragen, was für Leute diesem Komitee angehören?« – »Oh«, sagte Tord und zuckte mit den Schultern. »Sicher niemand, den Sie kennen. Obwohl, doch natürlich, ich gehöre auch dazu.« Gorilla nickte düster. »Was Sie nicht sagen.« – »Jepp«, sagte Tord. Er schaute sie lange an. »Nun, beabsichtigen Sie, Ihre Meinung zu ändern?« – »In welcher Angelegenheit soll ich meine Meinung ändern?«, fragte Gorilla mit hochgezogener Oberlippe, sodass ihre gewaltigen Eckzähne sichtbar wurden. »Spielen Sie hier nicht die Dumme, für so was habe ich nämlich keine Zeit«, gab Tord kurz angebunden zurück. Gorilla blies ihren Oberkörper auf und legte mir eine Hand auf die Schulter. »Erpressung juckt mich nicht«, sagte sie laut und entschlossen. »Kommen Sie nur her mit Ihrem Komitee. Dann werden wir ja sehen, ob Sie hier was zu meckern finden.« Tord stieß einen müden Seufzer aus. »Irgendetwas sagt mir, dass das nicht sehr schwierig werden wird.«

Er ging zu dem Hocker und griff nach seinem nassen Hut. Ein letztes Mal sah er sich im Raum um, lächelte überheblich und setzte ihn auf. Endlich ging er. Ich rannte ihm nach und schlug mit einem Knall die Tür hinter ihm zu. Dann schaute ich Gorilla an. Ihre Augen waren klein und ängstlich. »Es… es wird bestimmt alles gut«, schnaufte sie. »Man hat schließlich schon Schlimmeres als eine Inspektion überstanden.« Sie ließ ihren Blick über das ganze Durcheinander wandern. »Hrm. Obwohl ein bisschen Aufräumen vielleicht nicht schaden könnte.«

Den sechsten Teil der KinderZEIT-(Vor)lesegeschichte findet Ihr hier


Frida Nilsson:
Ich, Gorilla und der Affenstern
Gerstenberg
Verlag, 12,95 €

 

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