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Überfluss zum Greifen nah

 

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Ein Hundespaziergang im Naturschutzgebiet „Mutzenhorn“ am Rande von Weikersheim am Anfang des Jahres 2010. Der Apfelbaum mit den schönsten Früchten, alle sind abgefallen und verrotten am Boden.
Was hätte aus diesen Äpfeln alles werden können.
Ein naturtrüber Saft von Streuobstwiesen?
Ein strammes Schnäpsle?
Apfelmus zum Kaiserschmarrn?
Apfelgelee zum Frühstück?
Oder eingemachtes Apfelkompott für einen schönen Strudel?

Ist der Zug schon abgefahren? Immer weniger Leute möchten sich mit den einfachen und mühsamen Dingen in unserer komplizierten Welt beschäftigen. Zum Beispiel Obst ernten.
Von einem Baum, der früher mal im Paradies stand…

Oder wird das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wachsen?

In diesem Sinne…alles Gute für 2010


11 Kommentare

  1.   Hein Mück

    Dann geh doch nächstes Jahr im Herbst hin, pflücke ein paar Äpfel und handle Dir eine Anzeige ein. Das wird doch in Deutschland im Naturschutzgebiet verboten sein !1!!


  2. Das Wünschen anderer Leser hier im Blog, man möge hier wieder zum Kochblog zurückfimden, mit Tips & Tricks & Co. scheint nicht zu helfen.
    Ansonsten geb ich Hein Mück recht – es gibt nicht Gutes außer man tut es. Die herabgefallenen Äpfel, die keiner wollte, mögen immerhin noch hungrigen Tieren über den Winter helfen. Larmoyante Prosa dagegen hilft keinem.


  3. Wenn wirklich besitzerlos bzw. nicht durch Naturschutzauflagen verboten, dann ist das ein klarer Fall für einen weiteren Eintrag bei http://www.mundraub.org .

  4.   Helga Wiese

    – Besitzerin ausfindig machen, es gibt ein Grundbuch

    – Besitzerin fragen, vielleicht freut sie sich über Hilfe gegen
    Abgabe einiger Liter Apfelsaft.

    – nicht alles, was am Boden verrottet, war wirklich geniessbar.
    Diesen Herbst verrotteten die Äpfel bereits am Baum.

    – was mich auch nervt: ernten wollen, aber nicht schneiden und
    nicht mähen.

  5.   Jeeves

    …und Ihr Köter kackt ins Naturschutzgebiet; auch nicht besser.

  6.   Südbadener

    Der Punkt den Jürgen Koch hier machen wollte ist doch der, dass ein hochwertiges Nahrungsmittel einfach verrottet und sich offenbar niemand mehr die Mühe machen will zu ernten. Dem kann man doch wirklich nur zustimmen! Aber klar, man kann auch mit Nörgelei antworten…

  7.   Ulrike H. aus V.

    Woher weiß man denn, ob die hängenbleibenden Äpfel wirklich so hochwertig und köstlich sind?
    Und wie bereits erwähnt ist der Mensch nicht das einzige Geschöpf, für den die Natur Nahrung bereitstellt.

  8.   Stefan

    Auch wenn mir als Wort in dem Zusammenhang bereitstellen nicht gefaellt, denn letztlich sind schmackhafte Fruechte nur ein Trick der Natur um Samen zu verbreiten, eine kurzer Beobachtungsbericht: In dem alten Obstgarten vor meinem Fenster steht ein Apfelbaum dessen Aepfel keiner will (der Baum ist alt und auch etwas krank, die Aepfel sind hart und sauer, wenn man sie ende Oktober erntet, wenn man sie dann lagert werden sie mehlig und entwickeln einen muffigen Geschmack. Der alte Bauer der den Baum gepflanzt hat sagte immer, dass das mal anders war.) Aber wie auch immer die Aepfel bleiben am Baum, wenn der Winter dann richtig kalt wird und Schnee alle quellen von Samen auf dem Boden verdecken kann man ein Schauspiel beobachten: Der Baum wird von Voegeln bevoelkert, die vorsichtig das Fruchtfleisch aufpicken bis sie an das Kerngehaeuse gelangen. am ende des winters haengt der Baum dann voll mit Griepsen oder Butzen wie man sie nun nennen will – sehr lustiges Bild

  9.   Soeren

    Was hier aufgezeigt wird ist vielleicht schlimm. Aber wenn man mal den Wahnsinn im Quadrat sehen will, dann sollte man mal an den Niederrhein kommen. Da gibt es Salatfelder bis zum Horizont. Dann kommt der erste Frost nachdem das halbe Feld abgeerntet ist und dann kommt der Pflug. Wirsing: geerntet zur Versteigerung gefahren, den Preis nicht bekommen, den man wollte, auf dem Acker abgekippt und mit Kisten untergepflügt. Kohlrabi: Der Verbraucher möchte nur die kleinen. Also nimmt man nur jedes vierte oder fünfte. Die anderen sind genauso gut aber zu groß. Essbarer Gründünger. Auch beim Weiß- oder Rotkohl werden Quadratkilometer untergepflügt. Alles EU-Schäden. Aber wehe man läßt sich auf dem Feld mit einem geklauten Kappes erwischen. Das ist Irrsinn.


  10. Es ist wirklich eine Schande. Wenn man sieht, was allein hier bei uns in Hessen in den Streuobstwiesen am Boden vergammelt, überfällt einen die Trauer.Das liegt aber auch daran, dass keiner die Bäume pflegen will. Angeblich, weil es sich nicht lohnt.
    Man bedenke, dass aus 50 kg Äpfeln ca. 35 Liter bester Äppelwoi werden können.
    Ich gehe das Risiko ein, beim Sammeln erwischt zu werden.

 

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