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Einfache vietnamesische Gemüsesuppe

 

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Der würzige Ingwer, die scharfe Chilischote und der frische Koriander geben diesem simplen Rezept den überraschenden Kick


Für zwei Personen:
1 kleiner Kopf Blumenkohl
3 Karotten
2 Hand voll grüne Bohnen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 walnußgroßes Stück Ingwer
1 Frühlingszwiebel
1 kleiner Bund Koriander
1 l Brühe
Öl, Salz, Pfeffer

011009Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen. Die Chilischote entstrunken, längs halbieren und die Kerne plus alles Weisse entfernen. Diese drei Sachen ganz klein schneiden und mit einem EL Salz in einem Mörser so gut es geht zu einer Würzpaste mörsern.

Die Zwiebel schälen, längs halbiert in nicht zu dünne Streifen schneiden und mit der Paste in einem EL Erdnußöl (neutrales geht auch) auf mittlerer Hitze in einem großen Topf anbraten. Immer mal wieder umrühren, es darf sogar  kontrolliert etwas goldbraune Farbe bekommen. Dann alles mit einem Liter Brühe ablöschen. Wer Zeit beziehungsweise Gäste hat, darf gerne selbstgemachte Brühe verwenden, für die Alltagsküche taugt aber auch ein gutes Instantprodukt. Wie immer an dieser Stelle empfehlen wir französische Ware, selbst die Maggiwürfel sind da um Längen besser als hierzulande.
Die Geschichte einmal aufkochen lassen und dann auf leiser Hitze sich selbst überlassen.

Karotten schälen und in spitzem Winkel adrette Scheiben von zirka drei Millimeter Stärke runterschneiden, die Bohnen gut waschen und nur oben und unten kappen. Beim Blumenkohl mit einem kleinen Messer kleine Röschen abtrennen und diese unter fließendem Wasser waschen, dann in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

Die Suppe auf Salz abschmecken und ihre Temperatur wieder hochfahren. Die Gemüse wandern jetzt ins heisse Nass, natürlich in der Reihe ihrer jeweiligen Garzeiten. Also zuerst die Bohnen, nach drei Minuten die Karotten und nach noch weiteren zwei Minuten die Blumenkohlröschen.
In zirka nochmals fünf Minuten ist das Gemüse gar, bis dahin schnell die Gemüsezwiebel waschen, wieder trockenschütteln und in ganz feine Ringe schneiden. Vom Koriandergrün die Blätter von den Stängeln abzupfen.

Die Suppe am Schluss nochmal auf Salz abschmecken und auf den Tellern mit den Gemüsezwiebelringen und viel Korianderblättern bestreuen.

14 Kommentare

  1.   bediko

    Warum schafft es die Zeit nicht, ein separates Druckformat ohne den überflüssigen Reklamekram anzubieten? Andere können es doch! Ansonsten finde ich das Rezept so gut, dass ich es ausdrucken wollte.

  2.   Askger von Eickholm

    Habe einige Zeit in Vietnam und anderen südostasiatischen Staaten gelebt (diplomatischer Dienst). Was ist an der Suppe bitte vietnamesisch? Machen etwas Ingwer und Koriander aus einer deutschen Bauernsuppe eine asiatische Spezialität? Zeit Online verliert immer mehr an Niveau. Wie wäre es mit einem Blog von Wolfram Siebeck?

    Grüße,
    Askger von Eickholm

  3.   yoko

    Um der deutschen Kartoffelsuppe durch Ingwer und Chilli einen zusätzlichen Kick zu verpassen ist das Rezept nicht schlecht. Wenn Sie jedoch eine vietnamesische Suppe haben möchten, sollten sie unter Pho Bo nachschlagen.

    Grüße
    Sean

  4.   Nguyen Vu

    Wie kann man so etwas vietnamesisch nennen? Damit es irgendwie exotisch klingt? So was Schlechtes hätte ich nicht bei der Zeit erwartet.

  5.   Rumpelwicht

    Ich habe eine Frage, die sich aber nicht auf das Rezept, sondern etwas Technisches bezieht. Bei den Kochkategorien (z.B. Dessert Storm) gibt es zum teil mehr als zwei Seiten. Ich kann mit dem Pfeil aber immer nur auf die erste bzw. letzte Seite springen. Wie komm ich an die rezepte dazwischen? Ich wäre für einen Tipp sehr dankbar!


  6. „Wer Zeit beziehungsweise Gäste hat, darf gerne selbstgemachte Brühe verwenden, für die Alltagsküche taugt aber auch ein gutes Instantprodukt. Wie immer an dieser Stelle empfehlen wir französische Ware, selbst die Maggiwürfel sind da um Längen besser als hierzulande.“

    Danke für den Tipp! Wo bekommen wir denn die französischen Maggi Würfel oder vielleicht sogar ein besseres Produkt zu kaufen?

    Wenn man das im Versandhandel bestellen oder sogar selbst zum Einkauf nach Frankreich fahren muss, wäre eine selbst gekochte Brühe wohl doch eher vorzuziehen.

  7.   Paris

    Ich lebe in Paris, im Land der TK-Fertiggerichte, Tuetensuppen und Fast Food-Laeden. Nicht einmal einfache Backhefe gibt es frisch. – Wenn schon Bruehwuerfel dann bitte deutsche, aus dem Bioladen.

    In France profonde kann es anders sein, aber wie kann man den Deutschen endlich austreiben, man esse in Paris „wie Gott in“? Gott ist tot. Verstorben nach einem Quick-Lunch.


  8. Also für MEINE Alltagsküche taugt ein Instandprodukt nicht! Da gibt es einfach kein Gutes, das meinen Ansprüchen genügt! Und eine Brühe selbst herzustellen ist nun wirklich denkbar einfach.

  9.   kitchenaid

    Mit den Brühwürfeln muss ich den Rezeptoren Recht geben, die sind in Frankreich wirklich besser, weil intensiver. Ich jedenfalls importiere mir schon seit mehreren Jahren regelmäßig welche. Gegen eine selbstgemachte Brühe können sie aber natürlich nicht antreten. Die selbstgemachte wird übrigens noch viel besser wenn man das Gemüse zu Beginn kräftig anbrät und nicht nur ins Wasser wirft. Dann hat man nämlich noch die lecker Röststoffe als Aromen – sofern man es nicht anbrennen lässt.

  10.   Heinrich

    „Wie wäre es mit einem Blog von Wolfram Siebeck?“

    Das wäre das Ende der deutschen blog-Kultur.
    Siebeck taugt nicht mal mehr fürs Zeit Magazin auf’m Klo!

 

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