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Einfache vietnamesische Gemüsesuppe

 

011009

Der würzige Ingwer, die scharfe Chilischote und der frische Koriander geben diesem simplen Rezept den überraschenden Kick


Für zwei Personen:
1 kleiner Kopf Blumenkohl
3 Karotten
2 Hand voll grüne Bohnen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 walnußgroßes Stück Ingwer
1 Frühlingszwiebel
1 kleiner Bund Koriander
1 l Brühe
Öl, Salz, Pfeffer

011009Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen. Die Chilischote entstrunken, längs halbieren und die Kerne plus alles Weisse entfernen. Diese drei Sachen ganz klein schneiden und mit einem EL Salz in einem Mörser so gut es geht zu einer Würzpaste mörsern.

Die Zwiebel schälen, längs halbiert in nicht zu dünne Streifen schneiden und mit der Paste in einem EL Erdnußöl (neutrales geht auch) auf mittlerer Hitze in einem großen Topf anbraten. Immer mal wieder umrühren, es darf sogar  kontrolliert etwas goldbraune Farbe bekommen. Dann alles mit einem Liter Brühe ablöschen. Wer Zeit beziehungsweise Gäste hat, darf gerne selbstgemachte Brühe verwenden, für die Alltagsküche taugt aber auch ein gutes Instantprodukt. Wie immer an dieser Stelle empfehlen wir französische Ware, selbst die Maggiwürfel sind da um Längen besser als hierzulande.
Die Geschichte einmal aufkochen lassen und dann auf leiser Hitze sich selbst überlassen.

Karotten schälen und in spitzem Winkel adrette Scheiben von zirka drei Millimeter Stärke runterschneiden, die Bohnen gut waschen und nur oben und unten kappen. Beim Blumenkohl mit einem kleinen Messer kleine Röschen abtrennen und diese unter fließendem Wasser waschen, dann in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

Die Suppe auf Salz abschmecken und ihre Temperatur wieder hochfahren. Die Gemüse wandern jetzt ins heisse Nass, natürlich in der Reihe ihrer jeweiligen Garzeiten. Also zuerst die Bohnen, nach drei Minuten die Karotten und nach noch weiteren zwei Minuten die Blumenkohlröschen.
In zirka nochmals fünf Minuten ist das Gemüse gar, bis dahin schnell die Gemüsezwiebel waschen, wieder trockenschütteln und in ganz feine Ringe schneiden. Vom Koriandergrün die Blätter von den Stängeln abzupfen.

Die Suppe am Schluss nochmal auf Salz abschmecken und auf den Tellern mit den Gemüsezwiebelringen und viel Korianderblättern bestreuen.

14 Kommentare


  1. Ingwer und Koriander,
    …. damit sollen wir schon in Vietnam sein?! Sie wissen vielleicht wo Vietnam liegt, aber vor Ort gründlich kulinarisch recherchiert oder gar gelebt haben Sie wohl nicht!? Bitte halten Sie sich mit derartigem Dilettantimus zurück. Die Suppe mag zwar gut sein, aber verzichten sie auf das Etikett „vietnamesisch“.

  2.   webpolizist

    @rudolf_t: Ihre latent aggressiven, nur schwer erträglichen Besserwissereien – gänzlich ohne konstruktiven Beitrag – drängen zur Annahme, dass ein verschriebenes Rezept bei Ihnen besser aufgehoben zu sein scheint als ein kulinarisches. Oder wollen wir hier die Gründe für Ihre schlechte Laune diskutieren? Ach lieber nicht, hier geht es nämlich um so etwas Wunderbares wie Kochen und Essen. Und keiner in diesem Blog will, dass ihm eben dieses wieder hochkommt. Herzliche Grüße und vielleicht schauen Sie mal hier http://marktplatz.zeit.de/kennenlernen/ rein, vielleicht liegt es ja daran!

  3.   Johannes

    zum Thema Brühe selbstgemacht:
    aus was für einem Rohstoff würdet Ihr denn hier die Brühe empfehlen?
    Reine Gemüsebrühe wird bei mir immer etwas fad. Wenn Ihr da nicht auf so leckere Dinge wie Kalbsknochen, Suppenhuhn oder viel Rindfleisch ausweicht würde ich mich freuen, wenn Ihr mir das Geheimnis verratet.
    Gruß und Dank J.

  4.   Coquinus ab Eurous

    Hallo Herr Lange, hallo erboste Leser 😀

    ich muss leider Herr Lange mal in Schutz nehmen, da nicht alles was mit Brühe und Kohl gleich deutschen Herkunfts sein muss. Und ein Kommentar zu unserem allwissenden Diplomaten vom Adel 😉 nur weil man dort jahrelang beruflich unterwegs ist, heißt es noch lange nicht, dass man die ganze Kochkultur kennt. Ich bin Vietnamese mit vietnamesischen Eltern die in Vietnam aufgewachsen sind. Mein Vater aus dem Süden meine Mutter aus dem Norden. Die Küchen unterscheiden sich schon alleine von Provinz zu Provinz, wenn nicht sogar von Dorf zu Dorf. Waren Sie mal wirklich auf dem Land, zum Beispiel im Norden, sagen wir mal…Ha Tay-Minh Cuong? Meine Mutter hat die Suppe wiedererkannt, auch wenn sie leicht abgeändert ist. Fehlen tut nur noch die frietierte/gebackene Schweinehaut oder wie man das auch übersetzen sollte. Außerdem variert man bischen mit den Gewürzen. Aber von der Basis her ist es schon richtig so. Die Suppe isst man gerne zu besonderen Anlässen da es früher all dieses Gemüse und Gewürz nicht in der Masse gab. Canh tap cam (Allgemischte Suppe) aß man gerne zu Neujahr, zu Hochzeiten etc…natürlich ist es heute anders. Aber ich bin echt entäuscht von so manchen Menschen die alles gleich niedermachen müssen. Ich finde Herr Lange hat da nichts falsch gemacht.
    Besuchen Sie doch mal echte vietnamesische Familien die noch traditionell kochen, und nicht diese modernen europäisch angehauchte Küche- sie werden trotzdem paar parallelen finden. All diese „pho“ (bo, hue…) Sind Nudelsuppen und haben mit der Gemüsesuppe nichts gemein…

    In dem Sinne
    Opto vobis bonum vesperem!

 

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