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Thai-Gemüsesuppe

 

Für die heissen (oder ganz kalten) Tage des Jahres: Leicht, lecker und schön scharf.

Für zwei Personen:
1 Hand voll grüne Bohnen
1 Zucchino
2 Möhren
1 Frühlingszwiebel
6 Champignons
1 kleine Fenchelknolle
200 ml Kokosmilch
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Knubbel Ingwer
1 Chilischote
3 Limettenblätter
Tomatenmark
Sojasoße
frischer Koriander
Koriandersaat
Senfsaat
Fenchelsamen
Piment
Currypulver

Eine Schalotte, eine Knoblauchzehe und knoblauchzehengroßes Stück vom Ingwer schälen und klitzeklein schneiden. Je nach Vorliebe eine beliebig große Chilischote halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch ebenfalls atomisieren, genau wie drei Limettenblätter. Alles in einem Suppentopf und zwei EL neutralem Öl auf mittlerer Hitze anbraten.

Bis alles weich ist, dauerts drei bis fünf Minuten. In der Zwischenzeit je einen halben TL Koriandersaat, Senfsaat und Fenchelsamen plus zwei Pimentkörner in einem Mörser zu Gewürzmehl mahlen. Wer etwas Salz als Schleifmittel zugibt, tut sich leichter.

Sobald die Schalottenstückchen glasig sind, noch für 30 Sekunden die Gewürzmischung dazu und kurz mit anrösten. Und vier Zentimeter Tomatenmark sind nicht nur gut für den späteren Geschmack, sondern auch für die Farbe der Suppe.
Dann den Topf mit 200 ml Kokosmilch ablöschen, kurz aufkochen lassen und die Hitze auf niedrigste Stufe runterfahren; alles leise vor sich hin köcheln lassen.

Die Möhren schälen, den Fenchel, eine Hand voll grüne Bohnen und den Zucchino waschen und wieder trocken schütteln. Die Möhren schräg in nicht zu dünne Scheibchen schneiden. Jeder Bohne unten den Strunk und oben dieses kleine Dings abknipsen, dann eventuell quer halbieren. Weil nachher beim Essen soll ja alles auf einen Löffel passen. Wer mit Stäbchen isst, kann sie getrost ganz lassen.
Die Fenchelknolle halbieren, den Strunk so gut es geht rausschneiden und den Rest in ein Millimeter dicke Scheiben schneiden.
Gekaufte Champignons sind ja meistens schon sehr sauber, also nur unten am Strunk etwas wegschnippeln und einfach nur in ganz dicke Stücke schneiden.

Die Suppe mit einem Mixer pürieren, dann 200 ml Wasser anleeren und mit einem halben EL Instantbrühe und Sojasoße würzen. Vielleicht fehlt noch Salz oder Chili.

Anschließend eine Pfanne mit drei EL neutralem Öl auf Dreiviertelhitze bringen. Darin die Bohnen anbraten bis eine erste Bräunung auftritt, und dann einfach in die Suppe geben. Mit allen Gemüsesorten genau so verfahren, die harten Sachen wie Möhren oder Fenchel natürlich zuerst, weil die in der Flüssigkeit noch zu Ende garen sollen. Die weiche Zucchini später, und die Champignons kann man sogar ohne Anbraten kurz vor Schluss gleich in den Topf werfen, die müssen nur noch kurz heiss werden.
Zum Schluss vom restlichen Ingwerknubbel ganz dünne Scheibchen abschneiden und ebenfalls in der Suppe erwärmen.

Dann auf Suppenteller verteilen und mit viel gezupften Korianderblättern und schräg geschnittenen Frühlingszwiebelröllchen bestreut servieren.

Dazu passt Duftreis aus kleinen Schälchen.

13 Kommentare

  1.   Knut Thomas

    was feines

  2.   René Artois

    „[…] dann eventuell quer halbieren. Weil nachher beim Essen soll ja alles auf einen Löffel passen.“ – warum kann man das nicht korrekt schreiben: „[…] dann eventuell quer halbieren, weil ja nachher beim Essen alles auf einen Löffel passen soll.“?

  3.   Herbert

    Klugscheißer


  4. Es ist durchaus legitim, in einen Text bewusst sprachliche Unkorrektheiten einzubauen, z.B. weil man einen bestimmten Soziolekt anstrebt oder den Text einfach in Richtung gesprochene Sprache auflockern möchte.


  5. Soziolekt?!? – wie hat Obelix mal gesagt: „Der kennt aber schlimme Wörter!“

  6.   Peter

    Mein lieber Artois,
    oft genug mag ich Ihre Anmerkungen.
    Nur passen Sie bitte auf, dass es nicht kleinlich wird mit der Krittelei.
    Ein gewollt (?) verdrehter Satz tut dem Rezeptalltag doch keinen Abbruch und die Germanisten wohnen weiter hinten, am Endes des Ganges.
    Freundliche Grüße
    Peter

  7.   Sven Hiller

    Ich dachte, dass man Bohnen immer kochen muss und das Wasser weggießen, wegen giftig?
    bzw. (für René Artois): … weil sie ein Gift enthalten, das nur auf diese Weise entweicht?
    Sven Hiller

  8.   Yurian

    Das in vielen Hülsenfrüchten enthaltene giftige Glykosid Phasin wird durch Erhitzen denaturiert und unschädlich für den menschlichen Verzehr. Wesentlich ist die Temperatur, nicht das Ausschwemmen des Phasins in das Kochwasser.

    Daher ist es möglich, Hülsenfruchtgerichte wie z.B. geschmorte grüne Bohnen ohne Zugabe von Wasser zu bereiten und gefahrlos zu verzehren.

    Allerdings kann bei kurzen Garzeiten und insbesondere dem Blanchieren (noch) nicht denaturiertes Phasin in das Kochwasser übergegangen sein, weshalb es sich auch aus diesem Grund empfiehlt, sicherheitshalber dieses Wasser zu verwerfen.

  9.   Tobias

    Artois, ich bewundere Sie, weil Sie haben so ein tolles unverkrampftes Sprachgefühl.

  10.   Thomas

    Hey ihr suppenkasper aus berlin, in 2wochen gibts in friedrichshain eine menge suppe für umsonst, sei mal so als alternative zum selberkochen nahegelegt…
    http://www.suppeundmucke.de/

    Gruß Thomas

 

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