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Burrida

 

Ein einfacher Fischeintopf aus Ligurien. Er schmeckt aber auch hierzulande ausgezeichnet.

Für vier Personen:
1 kg Weißfisch
2-3 reife Fleischtomaten (oder Dosentomaten)
20 g getrocknete Steinpilze
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Bund Petersilie
2 Sardellenfilets
2 EL Pinienkerne
125 ml trockener Weißwein
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Weißbrot
Olivenöl

Der wwf-Fischratgeber empfiehlt uns heute beispielsweise Biodorade, Wolfsbarsch oder den guten alten Seelachs aus dem Nordatlantik. Prinzipiell geht aber jeder Fisch mit weißem Fleisch. Am besten Rezept-authentisch aus dem Mittelmeer, auch verschiedene Arten gemischt oder sogar Scampi und Tintenfische. Und wer ökologisch ein reines Gewissen haben möchte, achtet auf das MSC-Siegel.

In der Küche dann die getrockneten Steinpilze in einer Schüssel und lauwarmen Wasser einweichen, das dauert so 15 Minuten. Eine Knoblauchzehe zwischenzeitlich schälen und ganz lassen, die Zwiebel auch schälen, diese aber klein hacken. Den Bund Petersilie waschen, wieder trocken schütteln und ebenfalls klein schneiden, aber noch zwei, drei schöne Zweige zum Garnieren übrig lassen. Zwei bis drei  Fleischtomaten grob zerkleinern, zwei EL Pinienkerne grob hacken.

In einem großen Topf  drei bis vier EL Olivenöl auf hohe Temperatur bringen und die ganze Knoblauchzehe darin solange brutzeln bis sie dunkelbraun wird. Dann rausfischen und wegschmeißen. Die Hitze etwas reduzieren und die Zwiebelwürfel dazu geben. Sie sollen langsam glasig dünsten, aber keinesfalls braun werden. Anschließend die gehackte Petersilie und kurz darauf die Tomaten mit dazu, und diese Mischung dann eine Viertelstunde leise köchelnd vor sich hin schmoren lassen.

Die Steinpilze aus dem Wasser nehmen, ausdrücken und klitzeklein schneiden. In einer Schüssel mit zwei zerdrückten Sardellenfilets, zwei EL Pinienkernen und 125 ml Weißwein gut vermischen. Diese Mischung dann zur Sauce geben, alles gut durchrühren und etwa fünf Minuten sich selbst überlassen.

Den Fisch falls nötig entgräten, in Stücke schneiden und zusammen mit dem Lorbeerblatt dem Eintopf hinzufügen, eine Prise Salz und Pfeffer dazu und noch mal 15 Minuten ganz leise köcheln lassen. Dann ein zweites Mal abschmecken und mit dem Rest Petersilie garniert servieren.

Nach Adam Riese ist jetzt noch ein guter halber Liter Weißwein übrig … wir empfehlen „white whine with the fish“, wie Miss Sophie immer so schön sagt 😉

4 Kommentare

  1.   Frederik Seelig

    Vielen Dank, dass Sie gleich zu Beginn des Artikels auf nachhaltige Fischempfehlungen hinweisen. Das Rezept werde ich bei Gelegenheit gerne ausprobieren.

  2.   Stefan Kautz

    Kling ganz interessant, zumal ich noch ein paar getrocknete Steinpilze rumliegen habe.
    Aber das Prozedere mit der Knoblauchzehe erscheint mir doch etwas merkwuerdig.
    Kann man nicht statt dessen einfach ein – natuerlich selbst gemachtes 🙂 – Knoblauchoel nehmen?
    Und ueberhaupt: Was spricht denn gegen etwas kleingehackten Knoblauch, kurz vor der Petersilie?
    Gruss
    Stefan

  3.   reSEPPtor

    Nichts spricht dagegen. Aber da nicht jeder selbstgemachtes Knoblauchöl zuhause stehen hat, ist die Variante mit der Knoblauchzehe eine gute Möglichkeit dezenten Knobigeschmack zu erzeugen. Will man es etwas offensiver haben, kann natürlich auch gehackter Knoblauch dazugegeben werden. Vor der Petersilie wäre der in der Tat der richtige Zeitpunkt – allerdings ist hier nicht die Garniturpetersilie gemeint, sondern kurz nach dem Zwiebeln-glasig-dünsten. Sonst wird es wirklich offensiv…

  4.   Benjamin Köhler

    Rezept für Fischeintopf

 

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